Blogfoster: Fast jeder Blog braucht Werbung

Blogfoster – „to foster“, was so viel heißt wie „aufziehen“ oder „hegen“ – hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Urproblem der Blogger zu lösen: die Monetarisierung des eigenen Blogs. Denn bis heute ist es vielen Bloggern nicht vergönnt, von ihrer Arbeit als Blogger leben zu können. Die Gründe dafür sind vielschichtig, liegen jedoch zum einen im technischen Unverständnis vieler Blogger. Viel wichtiger ist jedoch die starke Fragmentierung der „Blogosphäre“, wodurch insbesondere kleinere Blogs unattraktiv für große Werbekunden sind. Zu kleinteilig ist der Markt.

Zeitgleich würden selbst große Marken gerne mit kleineren Blogs zusammenarbeiten, denn Blogs verfügen zumeist über eine treue Leserschaft mit hoher Involvierung. Die Folge ist ein hoher Vertrauensgrad zwischen Autor und Leser. Eine Empfehlung des Bloggers kann somit leicht einen Kauf des Lesers nach sich ziehen. Und genau darum geht es dem Werbetreibenden schließlich.

Auf die Frage, nach welchen Kriterien die Auswahl der Blogs, die sich bei Blogfoster bewerben erfolgt, meint Blogfoster-Gründer Jan Homann, dass sich grundsätzlich jeder mit seinem Blog anmelden kann. Das einzige Auswahlkriterium ist zurzeit der Themenbereich, dem sich die jeweiligen Blogs widmen. Blogfoster erschließt den Markt in Themen-Clustern und startet zunächst mit dem „Food-Cluster“. Blogger aus diesem Bereich finden bereits heute gut gefüllten Adstore vor – derzeit rund 50 Food-Kampagnen. Weitere Marktsegmente folgen in unregelmäßigen Abständen. Grundsätzliche Beschränkungen bei den Blogs gibt es jedoch keine.

Gutes Design und hohe Usability

Viele Blogger scheitern bei der Werbung an der komplizierten Benutzerführung anderer Anbieter. Hier genau setzt die Werbeplattform von Blogfoster an. Das benutzerfreundliche Tool bietet ein sehr modernes aufgeräumtes – ja fast amerikanisch anmutendes – Design. Kurzum: Es ist schick! Der Zugang fällt leicht. So beschreibt es auch Jan Homann, einer der Gründer von Blogfoster: Mit den Blogs solle Geld verdient werden, so einfach wie im Online-Shopping.
Und Blogfoster bietet den Blogs vom Start weg zahlreiche Werbekunden, die man mit WYSIWYG-Interface einfach in seinem Blog aktivieren kann: Einfach die passende Werbung auswählen und in den eigenen Blog „ziehen“, Voransicht rendern. Freigeben. Und schon kann das Geld-verdienen beginnen.

Bald der de-facto-Standard für Blogger?

Doch damit nicht genug. Das mittelfristige Ziel der Gründer von Blogfoster ist es, einen sogenannten Adstore zu kreieren – eine Art Katalog an Werbeanbietern und Kampagnen, der es dem Blogger ermöglichen soll, sich passende Werbungen und Produktempfehlungen auszusuchen. Wenn die Gründer von Blogfoster träumen dürften, dann könnte sich Blogfoster zu einer Art Standard-Werbetool für alle Blog-Plattformen (WordPress, Blogger, Tumblr) entwickeln.

Zusätzlich bietet man ein Analyse-Tool an, mit dem Blogs ihre Interaktionsraten überprüfen können.

Blogfoster ist bereits der zweite Anlauf des Teams

Insgesamt macht Blogfoster einen sehr durchdachten und visionären Eindruck. Die Gründer Jan Homann und Simon Staib sind Absolventen der Zeppelin-Universität und knüpfen mit blogfoster an ihr studentisches Vorreiter-Projekt stilanzeigen an. Stilanzeigen hat vor zweieinhalb Jahren als Nischenvermarkter für Blogs gestartet. Mit dem exklusiven Format konnten damals über 600 Blogs gewonnen werden. Diese hatten jedoch unterschiedliche Anforderungen (sowohl hinsichtlich der Größe der Banner, der Anzahl und der Gestaltung, als auch hinsichtlich der Formate) an die Werbung auf seiner Seite. So entstand die Idee zu Blogfoster. Man möchte Bloggern nun eine Softwarelösung anbieten, die es ermöglicht, im Adstore Werbung nach jedem Format, jeder Größe und unterschiedlichem Bezahlmodell zu filtern.

Großes Potenzial auf Gründer, die bereit sind, groß zu denken.

Aufgrund dieser erfolgreichen Historie ist es auch kein Wunder, dass Blogfoster, die erst im August 2013 gestartet sind, quasi aus dem Stand die Jury des Axel Springer Plug´n Play Accelerators überzeugen konnte, zumal Blogfoster bereits heute mit einem Auge auf den US-Markt schielt. Wir haben den Blogfoster-Gründer Jan Homann gefragt, wie Ihre Erfahrungen mit dem Axel Springer Plug & Play Accelerator waren: „Das Programm hat uns, wie der Name es sagt, tatsächlich stark „beschleunigt“.

Mit der Anschubfinanzierung konnten wir eine beta-Version live bringen. Mit Axel Springer haben wir operativ einen starken Partner und wir können auf die Konzerneigene Infrastruktur hinsichtlich Blogs und Werbekunden zurückgreifen. Darüber hinaus ist das Plug & Play Tech Center im San Francisco eine große Hilfe für die Lokalisierung auf dem US-Markt. Außerdem macht es einfach Spaß mit so vielen anderen spannenden und innovativen Unternehmern, die ebenfalls im Accelerator-Programm sind, in einem gemeinsamen Office am eigenen Unternehmen zu feilen.“

Der nächste Schritt für Blogfoster ist das Beenden der Beta-Testing-Phase. Auch die Seedfinanzierungsrunde steht nun an. Es gibt auch schon Zusagen für Follow-Up-Investments. Somit steht dem „Open Launch“ für alle deutsch- und englischsprachigen Seiten eigentlich nichts mehr im Wege.

[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

Alle Ausgaben zum kostenlosen Download.

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

Benachrichtige mich zu:
avatar