Seit die Berliner Startup-Szene national und immer mehr auch international von sich reden macht, hat auch die Politik die jungen Unternehmen entdeckt. Zu den Top-Themen der Berlin-Wahl sind Innovationen fördern, die Digitalisierung vorantreiben und bessere Rahmenbedingungen für Gründer in der Digitalwirtschaft schaffen deswegen noch nicht geworden. Immerhin aber kommen Startups in den Wahlprogrammen der Parteien vor.

Wir haben vor der Berlin-Wahl am 18. September 2016 einen kleinen Stimmungstest gemacht und wollten von vier Gründern wissen: Wie zufrieden seid Ihr mit der bisherigen Digitalisierungsstrategie und Startup-Politik Berlins? Was muss Eurer Meinung nach besser werden?

André Torkler

ist Gründer und Geschäftsführer des Online-Immobilienmaklers Wunderagent. Er gehört keiner Partei an.

„Die Menschen haben Berlin durch Gründungen zur digitalen Stadt gemacht, die ihre Willkommenskultur für Zugezogene aus aller Welt bewahren sollte. Als Unternehmen haben wir eine Digitalisierungsstrategie nicht bewusst erlebt, vielleicht sollte man dies erlebbarer machen. Wir würden uns zudem mehr Dialog über ‚Innovation in der Wohnungswirtschaft‘ wünschen.“

Franziska Gräfin von Hardenberg

ist Gründerin und Geschäftsführerin des Blumen-Abonnement-Startups Bloomy Days. Sie ist keiner Partei zugehörig

„Die Startup-Politik ist für Gründerinnen eine große Hürde – es gibt weder Mutterschutz, noch ist das Thema Elterngeld optimal gelöst: nur wer zu Hause bleibt, wird finanziell entlastet. Dies ist für Selbstständige keine Option. Eine flexible Nutzung des Elterngeldes für Fremdbetreuung wäre ein praxisnaher Ansatz. Wenn wir Frauen fördern wollen, müssen wir die Politik fordern.“

Lea Lange

ist Gründerin und Geschäftsführerin der Online-Galerie Juniqe. Sie möchte über eine Parteizugehörigkeit keine Aussage treffen.

„Die Berliner Startup-Szene und die Politik sind noch zu weit voneinander entfernt. Aktuelle Themen der Unternehmer von Digitalisierung über VC-Bestimmungen bis zu existenziellen Aspekten werden nur oberflächlich behandelt. Während im Startup-Umfeld eine starke Dynamik herrscht, ticken die Uhren in der Politik deutlich langsamer. Wir müssen stärker in den Dialog starten.“

Philipp Pausder

ist Gründer und Geschäftsführer von Thermondo, einem Startup, das Heizungsanlagen vertreibt und einbaut. Er gehört keiner Partei an.

„Ich habe den Eindruck, dass die Berliner Politik das Startup-Ökosystem sehr ernst nimmt. Wir haben beispielsweise erfolgreich mithilfe von Berlin Partner Blue-Card-basierte Einstellungen vorgenommen. Und gleichzeitig muss Berlin in der allgemeinen Verwaltung noch unendlich effizienter werden. Als Startup-Gründer leben wir von Traction. Das sollte für alle gelten.“

Zuerst erschienen in Berlin Valley 08-09/2016

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