Die Sprachlern-App Babbel wird zum Reisevermittler, das Telemedizin-Startup Zava expandiert mit 28 Millionen Euro nach Deutschland und Adjust erhält mehr als 200 Millionen Dollar – das waren vergangene Woche die Themen im Venture Daily, einem der führenden täglichen Startup-Newsletter. Er fasst die wichtigsten Startup Nachrichten aus über 100 Webseiten zusammen. Jetzt abonnieren, um keine Startup Nachrichten zu verpassen.

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Startup-Nachrichten

Babbel wird zum Reisevermittler

Im November hat die Berliner Sprachlern-App Babbel das Reiseportal Lingoventura übernommen. Jetzt wird klar, wo die Reise für Babbel hingeht: Am Donnerstag wurde das Portal Babbel Travel gelauncht, das Sprachreisen (Sprachkurse und Unterkünfte) vermittelt. Die Sprachschulen dafür kommen von Lingoventura, Babbel verdient pro Buchung eine Provision. „Eine einzige Reise kostet wahrscheinlich mehr als der komplette Zeitraum, den Nutzer mit der Babbel-App verbringen“, erklärte US-Chefin Julie Hansen gegenüber Gründerszene. gruenderszene.de

G20 wollen Digitalsteuer

Bei ihrem Treffen im japanischen Fukuoka haben sich die Handelsministerinnen und -minister der 20 wirtschaftlich stärksten Nationen darauf geeinigt, bis Ende 2020 eine globale Steuer für Digitalkonzerne einzuführen. Die Besteuerung von Großkonzernen soll sich zudem stärker daran orientieren, wo die Kunden der Unternehmen sitzen und weniger daran, wo der Firmensitz ist. Der Versuch einer europaweiten Einführung einer Digitalsteuer war kürzlich unter anderem am Widerstand Irlands gescheitert, wo Facebook und weitere US-amerikanische Tech-Größen aufgrund der niedrigen Besteuerung ihren Europasitz haben. zeit.de

N26 hat mehr als 3,5 Millionen Kunden

Vor einem Jahr, im Juni 2018, verkündete die Mobile Bank N26 den Meilenstein von einer Million Kunden. An diesem Donnerstag gab es ein Update: Mittlerweile ist die 3,5-Millionen-Marke geknackt (im Februar waren es noch 2,5 Millionen). Zum Vergleich: Der britische Konkurrent Revolut hat aktuell rund fünf Millionen Kunden. Das monatliche Transaktionsvolumen von N26 soll sich auf rund zwei Milliarden Euro belaufen – das entspricht 400 Transaktionen pro Minute. techcrunch.com und derbrutkasten.at

Grüne wollen Retourenvernichtung verbieten

Erst vor wenigen Wochen ging die Meldung um, dass jede sechste Online-Bestellung vom Kunden zurückgeschickt wird. Rund vier Prozent der Retouren landen dabei laut Erkenntnis von Wirtschaftswissenschaftlern der Universität Bamberg im Müll. Die Grünen wollen gegen diese „Perversion der Wegwerfgesellschaft” vorgehen und die Vernichtung von neuwertigen Retouren-Waren verbieten. Zurückgeschickte Artikel, die sich nicht mehr verkaufen lassen, sollen verschenkt werden, zum Beispiel an Sozialkaufhäuser. Zudem sollten alle Rohstoffe wieder zurück in den Wertstoffkreislauf gelangen. spiegel.de

Investments & Exits

Vertical Farming: 100 Millionen Dollar für Infarm

Der Londoner Wagniskapitalgeber Atomico steckt als Lead-Investor gemeinsam mit den Bestandsinvestoren Balderton Capital, Astanor Ventures, Cherry Ventures und TriplePoint Capital 100 Millionen Dollar in das Berliner Startup Infarm. Das 2013 gegründete Unternehmen entwickelt Brutschränke, in denen pflanzliche Lebensmittel direkt in Supermärkten angebaut und geerntet werden können. Damit soll nicht nur der Nährstoffgehalt erhöht, sondern auch der ökologische Fußabdruck des Transports verringert werden. Mit dem Kapital aus der Series B wollen die Gründer das Team aufstocken und in die internationale Expansion investieren. Im Herbst will Infarm sein Angebot in Großbritannien starten. In Deutschland, Frankreich, Luxemburg und der Schweiz arbeitet das Startup bereits mit 25 großen Lebensmittelhändlern zusammen. gruender.wiwo.de

Mehr als 200 Millionen Dollar für Adjust

Erst am Dienstag vermeldete das Berliner Startup Infarm ein 100-Millionen-Dollar-Investment, einen Tag später gibt es schon die nächste Mega-Finanzierungsrunde aus der Hauptstadt: Das Adtech-Startup Adjust konnte sich 200 Millionen Dollar von Eurazeo Growth, Sofina und Morgan Stanley Alternative Investment Partners als Lead-Investoren sichern. Auch Altinvestor Highland Europe beteiligte sich erneut. Die letzte Finanzierungsrunde liegt fast vier Jahre zurück und brachte 15 Millionen Dollar ein. Adjust, 2012 gegründet, arbeitet bereits seit Jahren profitabel. Mit der Technologie von Adjust kann das Verhalten von App-Nutzern analysiert und Betrug verhindert werden. Mit der aktuellen Millionen-Runde will das Startup weiter wachsen. Aktuell beschäftigt Adjust bereits 350 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit. techcrunch.com und deutsche-startups.de

McMakler fährt Millionenfinanzierung ein

Noch eine große Finanzierungsrunde aus Berlin und zwar die bisher größte, die ein Startup aus dem Proptech-Bereich geschafft hat: McMakler erhält 50 Millionen Euro von Investoren wie Israel Growth Partners und Target Global. Zusätzlich gibt es eine Fremdkapitallinie im zweistelligen Millionenbereich. Das Geld soll in die europäische Expansion gesteckt werden. Hier will das 2015 gegründete Startup zum Marktführer aufsteigen. handelsblatt.com (paid) via gruenderszene.de

15,3 Milliarden Dollar: Salesforce übernimmt Tableau

Eine noch größere Übernahme als Google kann der Cloud-Computing-Spezialist Salesforce vermelden: Für 15,3 Milliarden Dollar übernimmt er das börsennotierte Datenanalyse-Unternehmen Tableau. Alle Aktien werden gegen 1.103 Stammaktien von Salesforce getauscht. Dies bedeutet einen Aufschlag von 42 Prozent auf den Tableau-Schlusskurs vom vergangenen Freitag. handelsblatt.com (paid) und techcrunch.com

Telemedizin-Startup Zava expandiert mit 28 Millionen Euro nach Deutschland

Zava – vormals bekannt als DrEd – arbeitet zwar schon lange profitabel. Das Healthtech-Unternehmen, das telemedizinische Dienstleistungen anbietet, hat nun dennoch erstmals Wagniskapital im größeren Stil aufgenommen: Der niederländische Wachstumsfonds HPE Growth investierte 28 Millionen Euro. Mit dem Geld sollen nun Strukturen in Deutschland aufgebaut werden, noch in diesem Sommer soll eine Niederlassung in der Bundesrepublik eröffnen. Bisland operiert Zava aufgrund der gesetzlichen Lage zur Telemedizin aus Großbritannien heraus. gruender.wiwo.de

International

Uber: Abgang in der Führungsetage

Gleich zwei Manager müssen nach kurzer Zeit im Unternehmen den Mobilitätsanbieter Uber verlassen: Barney Harford, der für das operative Geschäft zuständige Vorstand, sowie Marketing-Chefin Rebecca Messina. Die Stellen werden nicht nachbesetzt; die beiden größten Abteilungen (Mobilitätsdienste und Essenslieferungen) werden jetzt direkt an CEO Dara Khoshrowshahi berichten. Nach einem Verlust von einer Milliarde Dollar im ersten Quartal 2019 muss sich das Unternehmen auf Kosten und Erträge fokussieren. handelsblatt.com

Groß angelegte DDoS-Attacke auf Telegram

Der Messenger-Dienst Telegram ist Ziel eines groß angelegten Hackerangriffs geworden. Gründer Pavel Durov zufolge führen die IP-Adressen der DDoS-Attacke nach China. Er sieht einen Zusammenhang mit den aktuellen Massenprotesten in Hongkong. In der Vergangenheit hätten sich vergleichbare Angriffe mit staatlicher Involvierung immer zugleich mit Protesten in Hongkong ereignet. Wegen der dezentralen Verschlüsselung gilt Telegram als sicherer Kommunikationskanal, um der Überwachung und Zensur durch Staatsorgane zu entgehen. tagesschau.de und theverge.com

Amazon ist wertvollste Marke der Welt

Laut der aktuellen BrandZ-Studie des Marktforschungsunternehmens Kantar ist Amazon erstmals die wertvollste Marke der Welt. Das Unternehmen konnte seinen Marktwert innerhalb eines Jahres um 52 (!) Prozent auf 315,5 Milliarden Dollar erhöhen. Damit verweist der Online-Händler Apple (309,5 Milliarden Dollar) und Google (309 Milliarden Dollar) auf die Plätze. In die Top Ten schaffen es neben acht US-Unternehmen auch die beiden chinesischen Digitalkonzerne Alibaba und Tencent. Die wertvollste deutsche Marke ist SAP auf Platz 16. spiegel.de

Spotify schließt Produktionsvertrag mit den Obamas

Higher Ground Productions, die im vergangenen Jahr gegründete Produktionsfirma von Barack und Michelle Obama, wird exklusiv für den schwedischen Streaming-Anbieter Spotify Podcasts produzieren. Ein entsprechender Vertrag über mehrere Jahre wurde kürzlich unterzeichnet. Spotify rüstet gerade hoch im Bereich Podcast: Vor wenigen Monaten hat das Unternehmen den Podcast-Produzenten Gimlet Media sowie den Podcast-Tool-Maker Anchor übernommen. theverge.com

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