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Es ist schon eine rundum faszinierende Geschichte. Erst im März diesen Jahres wurde der sensationelle Fund des Aquarells „Liegende Frau“ von Egon Schiele (1916) bestätigt. Das Aquarell mit „der schönen Conny mit dem blanken Po“ war über 60 Jahre lang verschollen. Nun wurde das Werk nur per Zufall wiederentdeckt und wäre laut Eigentümerin um ein Haar im Altpapier gelandet.

Auctionata erzielt  Rekordsumme von 1,827 Millionen Euro

Heute gibt es dazu eine Erfolgsmeldung  der Berliner Online-Kunsthandelsplattform Auctionata. Das Werk wurde am 21. Juni 2013 im Rahmen der neunten Auctionata-Live-Auktion mit dem Thema “Gemälde, Papierarbeiten und Skulpturen” versteigert und erzielte die beeindruckende Rekordsumme von 1,827 Millionen Euro (inkl. Käuferaufgeld). Dies ist der höchste Preis, der jemals bei einer Online-Auktion erzielt wurde.

Möglicherweise sind jedoch nicht alle Beteiligten zufrieden. Im Vorfeld wurde bekannt, dass vergleichbare Blätter Zuschläge von bis zu 7,5 Millionen Euro erzielen konnten. Die „Sitzende Frau mit violetten Strümpfen“ kam 2010 bei Sotheby’s auf umgerechnet 5,6 Millionen Euro.

Und dennoch: Ein zwei Jahre währender Rekord wurde gebrochen. Die bisher teuerste Versteigerung war ein Bild von Andy Warhol aus dessen Serie “Flowers”, das bereits im Juli 2011 bei artnet für damals US $ 1,3 Mio. (EUR 910.000) online versteigert worden war.

Das Unternehmen Auctionata möchte den internationalen Kunstmarkt mit Hilfe des Internets für Verbraucher öffnen und für jedermann zugänglich zu machen. Dabei scheint man auf einem guten Weg – an der aktuellen Auktion nahmen 792 Teilnehmer aus 46 Ländern teil.

Dazu Alexander Zacke, CEO Auctionata: “Wir freuen uns riesig über diesen Rekord und die erfolgreiche Auktion. Dass der bisherige Online-Rekord im Bereich Fine Arts seit ziemlich genau zwei Jahren ungebrochen ist, spricht ebenso Bände wie die Tatsache, dass wir von Auctionata ihn mit unserer ersten reinen Fine Arts-Auktion aus dem Stand gebrochen haben. Unsere Art der Versteigerung im Internet ist nicht nur technologisch die Avantgarde – sie schließt die riesige Lücke, die die Key Player bisher nicht vermocht haben zu schließen: Den Transfer einer klassischen Auktion, in der man Objekt wie Auktionator und das Bietverhalten anderer Teilnehmer in Echtzeit erleben kann, ins Internet.”

Interessante Randnotiz  für Gründer: Auch Auctionata hat sein Geschäftsmodell im Lauf der Zeit angepasst. Das Unternehmen wurde ursprünglich als kostenloser Schätzungsdienst gestartet.

Inzwischen verfügt das Berliner Startup mit ca. 250 international renommierten Spezialisten über das weltweit größte Expertennetzwerk zu den Themen Kunst, Antiquitäten und Sammlerobjekte aller Art. Auctionata beschäftigt 100 feste Mitarbeiter und Büros in Berlin und New York.

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