Aramco: Größter Börsengang aller Zeiten, Bundesregierung plant Milliardenfonds für deutsche Startups und Klarna plant Tech Hub in Berlin – das waren vergangene Woche die Themen im Venture Daily, einem der führenden täglichen Startup-Newsletter. Er fasst die wichtigsten Startup Nachrichten aus über 100 Webseiten zusammen. Jetzt abonnieren, um keine Startup Nachrichten zu verpassen.

Startup-Nachrichten

Christian Miele will Deutsche Startups mit prominenten Gründern bestücken

Der VC-Investor und designierte Vorsitzender, Christian Miele, erklärte in einem Handelsblatt-Interview, er wolle den Lobbyverband Deutsche Startups neu ausrichten. Zudem soll sein Führungsteam in Präsidium, Beirat und Kuratorium mit Gründerstars bestückt werden. Im Gespräch seien u.a. Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer, Flixbus-Gründer Jochen Engert, N26-Mitgründer Valentin Stalf, Auto1-Gründer Hakan Koc sowie die Amorelie-Gründerin Lea-Sophie Cramer. handelsblatt (paid) via turi2.de, gruenderszene.de

Bundesregierung plant Milliardenfonds für deutsche Startups

Nachdem Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) bei einem Treffen mit Vertretern der Versicherungsbranche ausgelotet hat, unter welchen Bedingungen die Branche bereit wäre, deutsche Startups finanziell zu fördern, arbeitet die Bundesregierung nun an einem Zukunftsfonds. Laut Handelsblatt soll dies ein Dachfonds aus öffentlichem und privatem Kapital von rund einer Milliarde Euro sein, mit dem Arbeitstitel “Wasserfallmodell”. Damit soll verhindert werden, dass junge Unternehmen während der Wachstumsphase nach US-amerikanischen oder chinesischen Investoren suchen: Jeder vierte deutsche Gründer denkt über einen Umzug nach, da es hierzulande an Geld mangelt. Zudem will der Staat bei zahlungsunfähigen Startups für die Verluste aufkommen, aber im Falle eines Exits eine größere Renditechance haben. gruenderszene.de, handelsblatt.com (paid)via turi2.de

Ist Wefox das erste deutsche Insurtech-Unicorn?

Bereits im Frühjahr konnte sich das Berliner Insurtech Wefox eine 125 Millionen Dollar Investition sichern, was schon damals als größte Finanzierungsrunde eines deutschen Versicherungs-Startups galt. Diese Series B erweitert Wefox nun nach eigenen Angaben um 110 Millionen Dollar. Lead-Investoren waren der kanadische VC Omers Ventures, der britische Investor Merian Chrysalis und der neu eingestiegene Samsung Catalyst Fund. Ebenfalls beteiligt waren Bestandsinvestoren aus dem Frühjahr wie Mubadala, Creditease und VC Mundi Ventures. Laut Finance Forward und unter Berufung von Investoren wird das Startup nun mit 1,5 Milliarden Euro bewertet, was einen Aufstieg zum ersten deutschen Insurtech-Unicorn bedeuten würde. Das Unternehmen selber will sich zu den Unicorn-Gerüchten momentan nicht wirklich äußern. Mit dem frischen Kapital soll nun die Expansion ins europäische Ausland vorangetrieben sowie weitere Maklerpools gekauft werden. financefwd.com, gruenderszene.deund techcrunch.com

Dreams stellt weibliche Vorstände von Klarna und Spotify ein

Das schwedische Fintech Dreams verstärkt seinen Vorstand mit Elena Vallin als neue Chief Financial Officer (CFO) und Lidia Oshylansky als Chief Product Officer (CPO). Vallin arbeitete in leitenden Positionen beim Unicorn Klarna und als Investmentbankerin bei JPMorgan. Oshylansky war für Nokia, Google und zuletzt Spotify tätig. Pressemitteilung via Mail

E-Moblität: EU-Kommission genehmigt europäisches Batterieprojekt

Laut Golem könnte in Kaiserslautern bald eine Fabrik für die Batteriezellproduktion von Opel und Peugeot entstehen. Denn die EU-Kommission hat die Förderung einer EU-Batteriezellforschung und -Produktion in Milliardenhöhe genehmigt. In den kommenden Jahren dürfen Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Schweden, Finnland und Belgien 3,2 Milliarden Euro in diese Projekte investieren. Zudem will die Bundesregierung den Aufbau einer Akku-Produktion hierzulande mit bis zu einer Milliarde Euro unterstützen. golem.de

Klarna plant Tech Hub in Berlin

Im nächsten Jahr will der schwedische Bezahldienstanbieter Klarna einen Tech Hub in der Hauptstadt eröffnen. Im neuen Büro sollen 500 Mitarbeiter beschäftigt sein, die v.a. das Marketing und die Produktentwicklung steuern sollen. „Der neue Tech-Hub wird es uns ermöglichen, unsere Position in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in neuen Märkten weiter auszubauen“, erklärte Klarna-Chef Sebastian Siemiatkowski. Europas wertvollstes Fintech wächst rasant: Nach eigenen Angaben gewann es 16 Millionen neue Kunden dazu und konnte das Partnernetz um 60.000 Händler – darunter Microsoft, Kaufhof und H&M – vergrößern. Pressemitteilung via Mail, tagesspiegel.de

1&1 soll Geldbuße in Millionenhöhe zahlen

Die Bundesbehörde für Datenschutz und Informationsfreiheit (BSI) verhängte gegen 1&1 Drillisch eine Geldbuße von 9,6 Millionen Euro. Die Behörde erklärte, die zum Konzern gehörende Firma 1&1 Telecom ermögliche durch ihre Arbeitsstrukturen, dass Dritte über die Kundenbetreuung auf private Kundendaten zugreifen könnten. Konkret geht es dabei um folgenden Fall: Eine Frau soll 2018 die Mobilfunknummer ihres Ex-Mannes von der Hotline erhalten haben. In diesem “laxen Authentifizierungsverfahren” sah der Bundesdatenschutzbeauftrage Ulrich Kelber einen Verstoß gegen die DSGVO. Gemäß Artikel 32 müssen Unternehmen die Verarbeitung von personenbezogener Daten durch “geeignete technische und organisatorische Maßnahmen” systematisch schützen. Die 1&1 Telecom will nun gegen den Bußgeldbescheid klagen. manager-magazin.de, t3n.de, heise.de

Lidl steigt ins Cloudgeschäft ein

Die Handelsgruppe Schwarz, zu der der Discounter Lidl gehört, will im neuen Jahr eine eigene Dateninfrastruktur aufbauen. “Für die Schwarz-Gruppe ist die Entwicklung einer Cloud-Infrastruktur und entsprechender Plattform-Services grundsätzlich ein wichtiges Zukunftsthema“, erklärte eine Unternehmenssprecherin der faz. Derzeit stehe die Mutter in Gesprächen mit dem Schraubenhändler Würth und dem Energieversorger ENBM, um “mögliche Lösungen für den eigenen Bedarf” zu sondieren. faz.net (paid) via turi2.de

 

Investments & Exits

Deutsche Bahn investiert in Skyports

Der Staatskonzern hat sich an der britischen Firma Skyports beteiligt. Damit denkt die Deutsche Bahn offenbar über eine Vernetzung der Eisenbahn mit Flugtaxis und Liefer-Drohnen nach. Wieviel Kapital die Tochter Deutsche Bahn Digital Ventures in Skyports steckt, teilte die Bahn nicht mit, jedoch beteiligte sie sich an einer Finanzierungsrunde von insgesamt 5,35 Millionen Pfund (6,37 Millionen Euro). Ein Pilotprojekt mit Skyports solle ermitteln, ob Drohnen in einer Lieferkette Warentransporte effizienter machen. “Gemeinsam mit Skyports wollen wir untersuchen, wie wir an dieser dynamischen Entwicklung für den Personen- und Warenverkehr der Zukunft teilhaben können.“, sagte Sabina Jeschke, Bahn-Technikvorstand. wiwo.de

VC Ada Ventures eröffnet 30-Millionen-Euro-Fonds

Der Londoner VC Ada Ventures will für mehr Diversität in der Startup-Szene sorgen und hat extra dafür einen neuen 30 Millionen Euro schweren Fonds aufgesetzt. Check Warner und Matt Pennycard, Macher des Fonds, wollen mit dem Geld abseits des Mainstreams investieren. Das Fundraising hat wohl 17 Monate gedauert, ermöglicht es aber nun etwa 600.000 Euro pro Unternehmen bereitzustellen. In den Fonds investiert haben unter anderem die British Business Bank, Atomico, der Transferwise-Gründer Taavet Henrikus und Arlan Hamilton von Backstage Capital. gruenderszene.de

Rocket Internet und United Internet lösen Überkreuz-Beteiligung auf

Eine United-Sprecherin erklärte, dass die Beteiligung an Rocket Internet keinen großen strategischen Wert mehr für den 1&1- und Web.de-Eigentümer habe. Über Aktienrückkäufe lösen sie nun ihre gegenseitige Beteiligung auf: Rocket will die verbliebene Beteiligung von 7,4 Prozent für 241 Millionen Euro zurückkaufen. United kauft dagegen einen Großteil des Aktienpakets von 5,5 Prozent für den gleichen Betrag zurück. Seit 2014 ist United Internet an dem Berliner Unternehmen beteiligt und investierte rund 435 Millionen Euro. 2016 musste United Internet auf die Beteiligung eine Viertelmilliarde Euro abschreiben. gruenderszene.de, golem.de

Beiersdorf investiert in koreanisches Beauty-Startup

Der Anbieter für Hautpflegeprodukte Beiersdorf beteiligt sich an der in Seoul ansässigen LYCL Inc. und wird damit zweitgrößter Aktionär des Beautytech-Startups. Der Betrag wurde nicht bekanntgegeben. Das in Hamburg ansässige Unternehmen will im Rahmen der C.A.R.E.+-Strategie die Präsenz in Korea weiter stärken und die Konsumentennähe steigern. Zudem ist LYCL Inc. Mitglied des NIVEA Accelerators NX in Korea. Pressemitteilung via Mail

8,8 Millionen Euro für finn.auto

Das Münchner Auto-Abo-Startup finn.auto hat bei einer Seed-Finanzierungsrunde über 8,8 Millionen Euro erhalten. Angeführt wurde die Runde von HV Holtzbrinck Ventures, der u.a. in Flixbus und Zalando investierte. Zudem beteiligten sich der dänische VC-Geber Heartcore Capital, UVC Partners und der Bestandsinvestor Picus Capital. Finn.auto will nun die Fahrzeugflotte im Bereich E-Mobilität ausbauen und die Autos kurzfristiger zur Verfügung stellen. Das von Max-Josef Meier 2019 gegründete Startup will mit seiner Auto-Abo-Plattform den CO2-Footprint jedes gefahrenen Kilometers kompensieren. Pressemitteilung via Mail

International

Tesla verlangt künftig Gebühren für Premium-Datennutzung

Alle Fahrer, die ihr Tesla-Auto am oder nach dem 1. Juli 2018 gekauft haben, müssen zum Jahreswechsel eine Abo-Gebühr von 9,99 US-Dollar im Monat für die Premium-Funktionen zahlen. Zu den Features zählen Satellitenkarten mit Echtzeit-Verkehrsinformationen, Musikstreaming und Over-the-air-Softwareupdates. Model S und X verfügen zudem über einen Internetbrowser. Bisher musste der E-Autohersteller die Kosten selbst tragen. t3n.de, tesla.com, mashable.com via turi2.de

Schweizer Outdoorfirma Mammut steht zum Verkauf

Bis Ende 2020 soll der Sportmode-Produzent Mammut verkauft werden. Dies teilte der dazugehörige Schweizer Mischkonzern Conzzeta mit, der sich wieder auf sein Kerngeschäft, die Blechbearbeitung, konzentrieren will. Laut Spiegel stieg der Umsatz im Jahr 2018 um 10,9 Prozent auf 253,4 Millionen Schweizer Franken. In allen drei Regionen – EU, USA und Asien – konnte das zweistellige Wachstum erreicht werden. Ein Sprecher des Unternehmens ließ jedoch durchblicken, dass Expansionsversuche nicht erwartungsgemäß verlaufen seien. Erste Gespräche über die Übernahme wurden bereits geführt – bisher ist unklar, wer die Firma kaufen wird. spiegel.de

TV+-Sendung von Apple für Golden Globe nominiert

Seit November ist AppleTV+ verfügbar, nun erhält der Streaming-Dienst eine erste Preisnominierung. Die 300 Millionen US-Dollar teure Produktion für das Drama “The Morning Show” wurde für mehrere Golden Globes vorgeschlagen. Zudem könnten sich die Hauptdarstellerinnen Reese Witherspoon und Jennifer Aniston über den Preis “die beste darstellerische Leistung einer Schauspielerin in einer TV-Serie” freuen. Nichtsdestotrotz wurden auch die Netflix-Originale “Marriage Story”, “The Irishman” und “Die zwei Päpste” nominiert. heise.de

Aramco: Größter Börsengang aller Zeiten

Saudi Aramco, der weltweit größte Ölkonzern, lieferte am Mittwoch ein gelungenes Börsendebüt – sogar so gelungen, dass es der größte Börsengang aller Zeiten ist: Insgesamt sammelte der Energieriese eine Rekordsumme von 25,6 Milliarden Dollar von Investoren ein. Die Aktien gingen mit 35,2 Riyal (umgerechnet 9,39 Dollar) an den Start, zehn Prozent über dem Ausgabepreis von 32 Riyal (umgerechnet 8,53 Dollar). Damit hat Aramco einen Börsenwert von 1,88 Billionen Dollar und stößt Tech-Konzern Apple vom Thron der wertvollsten Unternehmen. zeit.de

Athena: Verband formiert sich gegen Amazon

Fast 50 US-Organisationen haben sich in einem Bündnis gegen Amazon zusammengeschlossen. Darunter befinden sich Gewerkschafter, Umweltaktivisten und Datenschützer. Diese gründeten einen Verband namens “Athena”. Laut den Leitsätzen des mit 15 Millionen ausgestatteten Verbands darf kein Unternehmen über dem Gesetz stehen, deshalb soll die Macht von Amazon über die Gesellschaft und Wirtschaft gebrochen werden. Wie genau Athena zukünftig gegen den Onlineriesen vorgehen wird, ist bisher unklar. welt.de

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