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Startup-Nachrichten

Mittelständler als Steuereintreiber für digitale Großkonzerne?

Für den deutschen Fiskus ist es schwierig bis unmöglich, Steuern von den großen internationalen Digitalkonzernen wie Google einzutreiben. Erste bayerische Finanzbehörden versuchen jetzt einen einfacheren Weg, an ihr Geld zu kommen, wie das ZDF-Magazin Frontal 21 berichtet. Demnach verlangen sie von deutschen Mittelständlern bis zu sieben Jahre rückwirkend 15 Prozent Quellensteuer – dafür, dass diese Werbung bei Google und Co. geschaltet haben. Die Theorie dahinter: Die deutschen Firmen sollen sich die verauslagten Steuern selbst von den Tech-Konzernen zurückholen, da der deutsche Staat dies aufgrund des Hauptsitzes der Firmen im Ausland nicht kann. Ein Ding der Unmöglichkeit, urteilt Steuerrechtsexperte Manuel Theisen. Die Beträge gehen teilweise in die Millionen und könnten für viele Unternehmen das Aus bedeuten. Ob die neue Regelung auch bundesweit greift, ist noch nicht klar, es bestehe „noch keine abgestimmte Auffassung”. zdf.de via turi2.de und t3n.de

Allianz erhöht Startup-Fonds auf eine Milliarde Euro

Im November 2016 hatte der Versicherungskonzern Allianz SE seine eigene Investmentgesellschaft Allianz X mit einem Volumen von 430 Millionen Euro gegründet. Da diese Summe mittlerweile aufgebraucht ist, stockt das Unternehmen den Fonds auf eine Milliarde Euro für weitere Investitionen in Startups auf. Zum Portfolio gehören bisher 15 Jungunternehmen, darunter die Mobile Bank N26, das Insurtech Lemonade sowie der indonesische Ride-Hailing-Anbieter Go-Jek. Mit den Beteiligungen wolle man den „sich verändernden Erwartungen“ der Kunden gerecht werden. gruenderszene.de

Netflix einigt sich mit Deutscher Filmförderung

Es ist ein großer grundsätzlicher Schritt für die deutsche Filmförderlandschaft: Ab September wird der US-Streaming-Anbieter Netflix in die Deutsche Filmförderung einzahlen. Wie hoch die Summe sein wird, ist nicht bekannt. Vorangegangen war der Entscheidung ein jahrelanges Ringen. In Deutschland ist es gesetzlich geregelt, dass jedes Unternehmen, das mit der gewerblichen Auswertung von Kinofilmen Geschäfte macht, einen Teil seines Umsatzes in die Filmförderungsanstalt zurückzahlt. Netflix hatte sich bisher geweigert. welt.de via turi2.de

BaFin verbietet Leerverkäufe in Wirecard-Aktien

Bis zum 18. April sind neue Leerverkäufe in Aktien des Zahlungsdienstleisters Wirecard verboten. Das beschloss die Finanzaufsicht BaFin und reagiert damit auf die wiederholten drastischen Kurseinbrüche, die in den vergangenen zwei Wochen als Folge von Medienberichten stattgefunden hatten. Die BaFin befürchtet „eine ernst zu nehmende Bedrohung für das Marktvertrauen in Deutschland“. gruenderszene.de

Finanzvorstand verlässt ProSiebenSat.1

Laut einem Bericht des Manager-Magazins steht der ProSiebenSat.1-Vorstand quasi vor der Auflösung. Demnach wird CFO Jan Kemper – 2017 von Zalando zum Medienhaus gewechselt – seinen Posten kurzfristig aufgeben. Zudem will Vermarktungsvorstand Sabine Eckhardt ihren Ende des Jahres auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Damit hat ProSiebenSat.1-Chef Max Conze nur ein Jahr nach seinem Antritt vier seiner fünf Vorstände verloren. manager-magazin.de

Investments & Exits

Shell übernimmt Sonnen

Das Cleantech Sonnen aus dem Oberallgäu bekommt einen neuen Besitzer: Der Ölkonzern Shell übernimmt das 2008 gegründete Unternehmen zu einem unbekannten Preis. Shell war bereits im vergangenen Jahr im Rahmen einer 60-Millionen-Euro-Finanzierung in den Batteriespeicher-Hersteller eingestiegen. Team und Geschäftsführung sollen unter der neuen Inhaberschaft erhalten bleiben. „Wir wollen mit Shell ganz massiv die Produktion und den Vertrieb skalieren, weil wir glauben, dass wir an der Schwelle zum Massenmarkt stehen“, erklärte Sonnen-Gründer Christoph Ostermann gegenüber Gründerszene. gruenderszene.de

Salesforce und Google investieren in GoCardless

Das britische Startup GoCardless ist Anbieter von Online-Lastschriftverfahren. Für das weltweite Wachstum erhielt das 2013 gegründete Fintech nun 66,9 Millionen Euro. Zu den neuen Investoren zählen Salesforce Ventures und GV (ehemals Google Ventures), auch die Bestandsinvestoren Accel Partners, Balderton Capital, Notion Capital und Passion Capital beteiligten sich erneut. Eigenen Angaben zufolge nutzen bereits 40.000 Unternehmen die Dienste von GoCardless. Das Fintech ist aktuell in vier Ländern aktiv und plant, im Zuge der globalen Expansion das aktuell 280-köpfige Team um rund 70 Prozent zu vergrößern. gruender.wiwo.de

30 Millionen Euro für Mambu

Noch ein Fintech, das sich über eine Millionenfinanzierung freuen kann: Das Berliner Startup Mambu entwickelt Cloud-Technologien für Zahlungsanbieter. Nun gab es 30 Millionen Euro vom Silicon-Valley-Investor Bessemer Ventures und Bestandsinvestoren wie Acton Capital und Commerzventures. Das Geld soll in die Produktentwicklung und die Aufstockung des Personals fließen. gruenderszene.de und fintech.finance

New Yorker Investor steckt Geld in Frankfurter Cannabis-Startup

Das Frankfurter Startup Cansativa beliefert Apotheken mit importierten Cannabisblüten. Vom New Yorker Investmentfonds Northern Swan gab es dafür nun eine Millionenfinanzierung. Die genaue Höhe wurde nicht genannt, da die Finanzierungsrunde noch nicht abgeschlossen sei. Mit dem neuen Kapital will das 2027 gegründete Unternehmen die Produktpalette erweitern und das Team aufstocken. gruender.wiwo.de

International

Muss Facebook bald Milliardenstrafe zahlen?

Facebook droht wegen Datenschutzverstößen in den USA – unter anderem im Zuge des Cambridge-Analytica-Skandals – eine Milliardenstrafe, wie die Washington Post berichtet. Die Federal Trade Commission befindet sich aktuell noch in Verhandlungen mit dem Konzern über die genaue Summe. Es könnte jedoch die höchste Geldbuße werden, die die FTC je gegen ein Tech-Unternehmen verhängt hat. Bisher war die Behörde eher zurückhaltend gegenüber den Tech-Riesen. Die höchste Strafe wurde 2012 gegen Google verhängt: 22,5 Millionen Dollar. horizont.net

Google nutzt geheime Tochterfirmen beim Bau von Rechenzentren

In der vergangenen Woche hat Google seine Pläne bekannt gegeben, 13 Milliarden Dollar in den Bau neuer Rechenzentren und neue Arbeitsplätze zu investieren. Wie ein Bericht der Washington Post nun offenlegt, hat sich der Internetkonzern bei der Ansiedelung solcher Bauprojekte in der Vergangenheit Tochterfirmen bedient, um die wahre Identität des Bauherren geheim zu halten – und den Zuschlag mitsamt Millionen an Steuererleichterungen für die Ansiedelung zu erhalten. washingtonpost.com (paid) via theverge.com und googlewatchblog.com

EU: Entscheidung für Plattform-Regulierung

EU-Unterhändler haben sich auf eine neue Plattform-to-Business-Verordnung geeinigt, durch die unfaire Geschäftspraktiken von großen Tech-Plattformen wie Amazon Marketplace, Google Play und Apple App Store verhindert werden sollen. Unter anderem müssen die Anbieter jetzt offenlegen, wie die Rangfolge eigener und konkurrierender Produkte in ihren Angebotslisten zustande kommt. reuters.com via turi2.de

SoundCloud wird Distributionskanal

Ab sofort können Künstler ihre Musik direkt aus SoundCloud heraus an andere wichtige Dienste teilen. Damit hat die Streamingplattform, die bisher hinter den anderen Anbietern hinterherhinkte, ein neues Alleinstellungsmerkmal. Die neue Funktion ist offen für alle SoundCloud Pro- und Pro-Unlimited Kunden. Die Gebühr für ein SoundCloud Pro-Abo liegt derzeit bei 9 Euro im Monat. Zusätzliche Kosten fallen für die Nutzung der Vertriebsfunktion über SoundCloud nicht an. Die Künstler behalten 100 Prozent ihrer Rechte. rockhard.de

EF legt neuen Talent-Fonds mit 115 Millionen Dollar auf

Der Company Builder Entrepreneur First (EF) mit Hauptsitz in London investiert nicht in Startups, sondern in Individuen „pre-team and pre-idea“, um sie beim Aufbau eines eigenen Unternehmens zu unterstützen. Für einen neuen Fonds hat EF nun in einem ersten Closing 115 Millionen Dollar von institutionellen Investoren eingeworben. Laut eigenen Angaben ist es einer der größten Pre-Seed-Fonds weltweit. Mit dem Geld sollen in den kommenden drei Jahren mehr als 2.200 Talente und der Aufbau von rund 300 Jungunternehmen gefördert werden. Aktuell ist EF in  Bangalore, Berlin, Hong Kong, London, Singapur und Paris aktiv. techcrunch.com

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