Christopher, ihr habt die Start-up Academy gegründet. Was verbirgt sich dahinter?

Christopher Schmitz: Die Academy ist so etwas wie ein zwölfwöchiger Crashkurs für Start-ups in der Gründungsphase. Hier erfahren sie, wie sie einen überzeugenden Geschäftsplan aufstellen, eine Anschlussfinanzierung erhalten, Fördergelder beantragen, das passende Steuermodell finden oder einen Vertrag wasserdicht aufsetzen. Ebenso lernen sie aber auch, wie sie erfolgreich mit einem Investor verhandeln – eben all das, was für ihr weiteres Wachstum wichtig ist.

Wie seid ihr auf den Gedanken gekommen, die Academy zu gründen?

Christopher Schmitz: Viele Start-ups denken in der Gründungsphase primär an ihre Idee und wie sie diese marktreif machen können. Dabei verlieren sie andere, mindestens ebenso wichtige Themen aus den Augen – seien dies finanzielle, rechtliche oder steuerliche Fragen. Genau diese und verwandte Themen stehen auf unserem Stundenplan. Gleichzeitig fällt es den jungen Start-ups oft schwer, Zugang zu Investoren zu finden. Auch dabei wollen wir ihnen mit unserer Academy helfen. Und last, but not least wollen wir das Start-up-Ökosystem in Frankfurt beflügeln. Deshalb haben wir das neue TechQuartier, nur einen Steinwurf von der Messe entfernt, als Zuhause für unsere Academy gewählt.

An welche Start-ups richtet sich die Academy?

Christopher Schmitz: Ganz klar an Start-ups in der Gründungsphase, die bereits einen Proof of Concept oder ein Minimum Viable Product besitzen, sich bootstrapped finanzieren oder einen Business Angel für sich gewonnen haben und jetzt einen Investor für ihr weiteres Wachstum suchen. Und dann müssen sie ein überzeugendes Geschäftsmodell mit Zukunftspotenzial haben. Die Qualität ist uns ganz wichtig!

Wie sieht das Programm im Einzelnen aus? 

Christopher Schmitz: Wir starten das Programm mit einem Pitch für alle interessierten Start-ups. Danach gibt es etwa zwei bis drei Veranstaltungen pro Woche, in denen die Start-ups alles lernen, was sie für ihren weiteren Weg brauchen. Dabei stehen nicht nur unsere eigenen Fachkollegen hinter dem Katheder, sondern ebenso Investoren, Banker, Corporates und erfahrene Gründer. Nach zwölf Wochen gibt es die Academy-Teilnahmebescheinigung und für das beste Start-up einen ‚Academy Award’, den wir öffentlichkeitswirksam unter Einbindung der Presse verleihen. Damit erhalten die Start-ups nicht nur ein starkes Qualitätssiegel, sondern auch gleich eine Bühne, auf der sie sich möglichen Investoren präsentieren können. Wir wollen, dass die Start-ups richtig durchstarten können!

Welche Vorteile haben die Start-ups noch, wenn sie an der Academy teilnehmen?

Christopher Schmitz: Sie haben die Möglichkeit, von den vielen Vorteilen unseres EY-Start-up-Ökosystems zu profitieren. Sie können unsere Veranstaltungen besuchen, sich mit Investoren und Corporates kurzschließen und sogar an unserem Wettbewerb ‚Entrepreneur Of The Year‘ teilnehmen. Während der zwölf Wochen, die das Programm läuft, stellt das TechQuartier den teilnehmenden Start-ups jeweils zwei Arbeitsplätze zur Verfügung. Damit können sie sich auch in das dynamische Ökosystem des TechQuartiers einklinken. Die Deutsche Börse bringt darüber hinaus Kompetenz zu IPO und aus ihrem Venture Network mit ein. Das ist doch ein Angebot!

Was muss ein Start-up machen, das teilnehmen will? Wie sieht der Bewerbungsprozess aus?

Christopher Schmitz: Auf unserer Start-up-Academy-Website haben wir alle Bewerbungsmodalitäten aufgeführt. Bewerbungsschluss ist Mitte August. Im Anschluss daran führen wir mit den Start-ups Interviews durch und wählen die endgültigen Teilnehmer aus, die sich für die Academy qualifiziert haben. Mitte September geht es dann los. Ich bin überzeugt, dass die Academy für das eine und andere Start-up das Sprungbrett für seinen weiteren Wachstumskurs werden könnte!

Wollt ihr euch für die Start-up Academy bewerben? Mehr Infos gibt es unter start-up-initiative.ey.com/academyFür alle Fragen vorab steht euch Christopher Schmitz per E-Mail unter christopher.schmitz@de.ey.com zur Verfügung.

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