About You setzt ein starkes Zeichen für die Europawahl, Rocket Internet verlässt HelloFresh und Nextdoor sammelt 123 Millionen Dollar ein – das waren vergangene Woche die Themen im Venture Daily, einem der führenden täglichen Startup-Newsletter. Er fasst die wichtigsten Startup Nachrichten aus über 100 Webseiten zusammen. Jetzt abonnieren, um keine Startup Nachrichten zu verpassen.

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Startup-Nachrichten

Mehr Investitionen in europäische Growth-Stage-Startups

In den vergangenen drei Jahren haben sich die Investitionen in europäische Growth-Stage-Startups fast verdoppelt: von 6,88 Milliarden in 2016 auf über 11,66 Milliarden Euro in 2018. Das zeigt die aktuelle Studie der Payment-Plattform Stripe und des Forschungsspezialisten Tech.eu, die heute veröffentlicht wird. 70 Prozent davon flossen in britische, deutsche, französische und schwedische Startups. Fintech, Medtech und SaaS waren die beliebtesten Branchen. „Das europäische Start-up-Ökosystem ist auf dem richtigen Weg, um in den kommenden Jahren bedeutende Technologie-Giganten zu erschaffen”, prognostiziert Guillaume Princen, Head of Continental Europe bei Stripe. Allerdings: Obwohl deutsche Startups zu den Top-Investmentfirmen zählen, finden sich deutsche Investoren nicht ganz oben im Ranking, was die Zahl der Einzelinvestments angeht. Der erste deutsche VC auf der Liste ist Holtzbrinck Ventures auf Platz 7. Pressemitteilung per Mail, zum Report

Befragung zum Deutschen Startup Monitor ist online

Um das deutsche Startup-Ökosystem umfassend abzubilden und zu verstehen, hat der Bundesverband Deutsche Startups e.V. (BVDS) am Montag die Befragung zur 7. Auflage des Deutschen Startup Monitors (DSM) online gestellt. Der DSM ist für Medien und Politik seit Jahren die zentrale Informationsquelle rund um das Startup-Ökosystem. Alle, die sich an der Umfrage beteiligen und ihre Erfahrungen rund ums Gründen teilen wollen, können das über diesen Link tun. Zur Umfrage

ETN erstmals an Börse Stuttgart handelbar

An der Börse Stuttgart können Anleger jetzt erstmals Exchage Traded Notes (ETN) für die beiden Kryptowährungen Litecoin und Ripple handeln. Die Papiere bilden den Wert der Kryptowährungen im Verhältnis zum Euro und zur schwedischen Krone ab. Die Papiere stammen vom schwedischen XBT Provider. An der schwedischen Börse NGM sind sie bereits seit April handelbar. btc-echo.de

About You: Mit einem T-Shirt für die Europawahl

Starkes Zeichen vom Online-Händler About You: Statt der mehr als 200.000 Produkte gab es am Dienstag nur einen einzigen Artikel im Shop zu erwerben – ein T-Shirt mit dem Schriftzug “It’s your choice”. Es weist auf das „Wahlrecht als Privileg und Ausdruck von Freiheit” hin, wie Horizont schreibt. Alle Einnahmen aus dem Verkauf gehen an Amnesty International. Die Käufer erhalten nach Abschluss der Europawahl einen About-You-Gutschein in Höhe der Wahlbeteiligung. horizont.net

Rocket Internet: Ausstieg bei HelloFresh

Vor gut einem Jahr und im Januar hatte Rocket Internet bereits einen Teil seiner HelloFresh-Aktien verkauft. In der Nacht zu Dienstag nun hat der Tech-Investor seine restlichen 28,9 Prozent an dem Kochboxen-Versender veräußert. 43,7 Millionen Aktien wurden zum Preis von je acht Euro platziert (knapp sieben Prozent unter dem Schlusskurs vom Montag). Rocket Internet erlöste damit 350 Millionen Euro. gruenderszene.de

Investments & Exits

Nextdoor sammelt 123 Millionen Dollar ein

Nextdoor, das große US-Pendant zu Nachbarschafts-Plattformen wie Nebenan.de, hat in einer Finanzierungsrunde 123 Millionen Dollar bei einer Unternehmensbewertung von 2,1 Milliarden Dollar erhalten. Angeführt wurde die Runde von Riverwood Capital unter Beteiligung von Benchmark, Tiger Global Management, Kleiner Perkins und einem nicht näher benannten „großen globalen Vermögensverwalter.” Insgesamt hat das 2010 gegründete Startup damit 400 Millionen Dollar an Investorengeldern eingeworben. Mit den neuen Millionen will Nextdoor das Recruiting vorantreiben und seine globale Marktführerschaft zementieren. Ein besonderer Fokus liegt auf Europa, wo das Unternehmen eigenen Angaben zufolge in 2019 bereits 300 Prozent stärker gewachsen ist als im Vorjahr. venturebeat.com

100 Millionen Dollar für US-Koffer-Startup

Das New Yorker Startup Away, das Koffer mit integrierter Powerbank herstellt und direkt an Kunden vertreibt, hat in einer Series D 100 Millionen Dollar von Investoren erhalten. Neben Leadinvestor Wellington Management beteiligten sich auch  Baillie Gifford, Lone Pine Capital und Global Founders Capital, der Investment-Arm von Rocket Internet. Die Berliner waren bereits bei der Series C im vergangenen Juni dabei. Die Unternehmensbewertung der Vertical-Commerce-Marke liegt durch die neue Finanzierung bei 1,4 Milliarden Dollar. gruenderszene.de

Dänisches Fintech Pleo erhält 56 Millionen Dollar

Sei es auf Geschäftsreisen oder beim Business Lunch: Arbeitnehmer müssen nicht selten einmal Ausgaben vorstrecken, die sie von ihrer Firma zurückerstattet bekommen. Diesen Prozess zu beschleunigen und zu vereinfachen gehört zu den Aufgaben, die sich das dänische Fintech Pleo auf die Fahnen geschrieben hat. Für seine „Business Spending Plattform” hat das 2015 gegründete Unternehmen nun eine Series B in Höhe von 56 Millionen Dollar abgeschlossen. Angeführt vom New Yorker Wachstumsfonds Stripes beteiligten sich auch die Bestandsinvestoren Kinnevik, Creandum und Founders. Pleo will mit dem frischen Kapital die Mitarbeiterzahl bis Ende 2020 auf 400 Personen verdreifachen und die Produktentwicklung beschleunigen. techcrunch.com

International

US-Gericht macht Weg für Sammelklage gegen Apple frei

Der Oberste Gerichtshof der USA lässt eine Kartellklage gegen Apple zu. Die Verbraucher, die sich zu einer Sammelklage zusammengeschlossen haben, sehen das Wettbewerbsrecht verletzt, da Apps für das iPhone und das iPad nur über den Apple-eigenen App Store erworben werden können. Dieser behält 30 Prozent der Einnahmen, die die Entwickler mit ihren Apps machen, ein. Da dieses Modell auch bei anderen Plattformen üblich ist, könnten weitere Sammelklagen folgen. tagesspiegel.de und spiegel.de

San Francisco verbietet Behörden den Einsatz von Facial Recognition Technology

Als erste US-amerikanische Großstadt hat San Francisco ein Verbot der Anwendung von Gesichtserkennungstechnologie durch städtische Behörden – einschließlich der Polizei – aufgestellt. Zudem müssen die Behörden vor dem Erwerb neuer Überwachungsgeräte eine besondere Erlaubnis einholen. San Francisco Supervisor Aaron Peskins betonte, dass die Verordnung keine Anti-Tech-Richtlinie sei, sondern eine Rechenschaftsplicht-Maßnahme, „um den sicheren und verantwortungsbewussten Einsatz von Überwachungstechnik zu gewährleisten”. Die Öffentlichkeit solle die Möglichkeit haben, an Entscheidungen darüber beteiligt zu sein, wie lange Daten gespeichert werden und wer sie sehen kann. techcrunch.com

Israelische Firma konnte Spyware auf WhatsApp installieren

Wie die Financial Times berichtet, ist es offenbar einer israelischen Cybersercury-Firma gelungen, Spyware auf WhatsApp zu installieren, die mit der App getätigte Anrufe überwachen konnte. Es soll sich um die NSO Group handeln, die üblicherweise mit Regierungen zusammenarbeitet (So soll das Unternehmen dem FBI dabei geholfen haben, das iPhone des Täters nach der Massenschießerei in einer Schule in San Bernardino zu knacken, nachdem Apple dies verweigert hatte). Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von WhatsApp zählt zu den größten Pfunden des Messengers. Das Unternehmen hat die Justizbehörden informiert und empfiehlt allen Nutzern ein Update der App. cnbc.com

Roboter werden 1300 Arbeiter bei Amazon ersetzen

Amazon plant in seinen Fulfillment-Centern Verpackungs-Roboter einzusetzen. Nach Berichten des Nachrichtendienstes Reuters sind zwei solcher Roboter mehr als 50 Lagerhäusern geplant. Das bedeutet, das ingesamt 1300 Arbeiter ihren Job verlieren. Amazon erwarte, die Kosten von 1 Million Dollar pro Maschine plus der Betriebskosten in weniger als zwei Jahren wieder reinzuholen. Laut Amazon ist es das erklärte Ziel, durch technische Innovation die Sicherheit zu erhöhen und die Lieferzeiten zu beschleunigen. „Wir erwarten, dass die Einsparungen in neue Services für unsere Kunden investiert werden können, wodurch wiederum neue Jobs entstehen werden“, so das offizielle Statement des online Handelsriesen. reuters.com und mashable.com

Macht Spotify den Social-Media-Plattformen Konkurrenz?

Bei über 100 Millionen Usern ist das doch eine Top-Meldung wert: Statt sich darauf auszuruhen, als erster Musik-Streaming-Dienst die 100-Millionen-Marke geknackt zu haben, hat Spotify ein neues, spannendes Extra entwickelt. Als ebenfalls erster Musik-Streaming-Dienst wagt Spotify den Schritt in Richtung Social-Media-App und testet eine eigene Version von Stories. Das Sharing-Format wurde über Snapchat und Instagram populär, und hat sich mittlerweile auch auf Facebook, YouTube und WhatsApp durchgesetzt. Spotify nennt seine Stories-Version schlicht Storyline. Der Fokus liegt darauf, dass Künstler ihre eigenen Einsichten teilen oder Einblicke in ihren kreativen Prozess geben können. techcrunch.com

Kommt ein zweiter Cambridge-Analytica-Skandal auf Facebook zu?

Das Soziale Netzwerk hat Klage gegen die südkoreanische Analysefirma Rankwave wegen Missbrauchs seiner Entwicklerplattform eingereicht. Ähnlich wie Cambridge Analytica im vergangenen Jahr soll auch Rankwave über eine harmlos scheinende App Informationen der Nutzer abgefragt und für andere Geschäftszwecke verwendet haben. techcrunch.com

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