David-Birch-Modell

D. Birch Modell (Foto: Sebastien Meunier)
David-Birch-Modell

Die erste Infografik ist zwar ein Scherz, aber ich mag sie. Es stimmt, dass man die Blockchain nicht unbedingt braucht. Man braucht eine Lösung für Probleme und das könnte die Blockchain sein.

Birch-Brown-Parulava-Modell

Birch-Brown-Parulava Modell (Foto: Sebastien Meunier)
Birch-Brown-Parulava Modell

Dieses Modell sticht dadurch hervor, dass es nicht auf die Technologie fokussiert ist, sondern auf dem Distributed Ledger Konzept. Es hilft bei der Sortierung in zentralisierte Blockchains (permissioned) und Blockchains ohne Zugangsbeschränkungen (permissionless). Kommentar am Rande: Die MECE-Regel trifft hier nicht voll zu, da wir noch ein öffentliches Netzwerk („anyone can use“) in einer priviligierten Gruppe Validatoren haben könnten. Auch private Validatoren könnten einen Anreiz haben.

Bart Suichies Modell

B. Suichies Modell (Foto: Sebastien Meunier)
Bart-Suichies-Modell

Dieses Modell unterscheidet zwischen öffentlich und privat. Corda ist typischerweise ein unternehmensübergreifender Versucht, eine hybride DL-Plattform zu bauen. Persönlich denke ich, eine interne Blockchain ergibt keinen Sinn. Wenn man in der Vergangenheit den Datenaustausch in einer Gruppe nicht lösen konnte, bedeutet das, dass man größere Probleme wie IT-Budget oder Regularien hat. Eine Blockchain hilft hier wahrscheinlich nicht.

IBM-Modell

IBM Modell (Foto: Sebastien Meunier)
IBM-Modell

Dieses Modell erkennt, dass man eine „Markt“-Herangehensweise braucht. Schritt der zweite Schritt sollte zu „alternativen Herangehensweisen“ führen, da smarte Verträge nur für einfache Geschäftslogiken funktionieren (wie bei The DAO gelernt). Ein starkes Bedürfnis für Privatsphäre sollte auch abschreckend sein: Will man Daten teilen oder sollen diese privat bleiben? Entscheide dich.

Anthony-Lewis-Modell

A. Lewis Modell (Foto: Sebastien Meunier)
Anthony-Lewis-Modell

Anthony hat einen exzellenten Blog über Bitcoin, Blockchain und Distributed Ledgers. Ich mag die zweite Frage wirklich sehr: „Hätte man das vor der Erfindung der Blockchain lösen können?“ Die Blockchain ist aus bestehenden Technologien zusammengesetzt. Ein wenig Kryptographie, P2P und grundlegende Speichertechnologien. Du solltest dich also fragen, wieso du diese Technologien früher nicht verwenden konntest.

Mein Modell

Auch ich habe mir überlegt, ein Baumdiagramm zu entwickeln, das dabei hilft, die oben gestellte Frage zu beantworten. Herausgekommen ist jedoch eine Umfrage 🙂

Sebastien Meunier Modell (Foto: Sebastien Meunier)Wenn bei dir 10/10 herauskommt, Gratulation! Du könntest das nächste Bitcoin- oder Ethereum-System bauen!

Je weniger Häkchen du hast, desto mehr Abstriche und Anpassungen brauchst du und desto weniger Blockchain-Technologie ist relevant für dein Problem. Vermutlich ergibt sie unter 7/10 keinen Sinn. Du könntest aber versuchen, einen Shared Ledger zu bauen, solltest es aber nicht Blockchain nennen.

Zuerst erschienen auf Medium.com

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1 Kommentar auf "Die Fintech-Frage: Wann braucht mein Startup die Blockchain?"

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