Weniger als 15 Prozent der Startups in Europa werden von Frauen gegründet (ESM 2016). Auch das Silicon Valley ist eine Männerdomäne. Filmemacherin Nora Poggi hat sich diesem Thema angenommen und mit She started it einen Dokumentarfilm über Gründerinnen im Valley produziert. „Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden, sehr junge Frauen zu porträtieren“, sagte Nora im Dezember bei der Deutschland-Premiere in der Factory Berlin. „Wir wollten, dass junge Mädchen sich mit unseren Protagonistinnen identifizieren können. Sie sollten so etwas wie große Schwestern für sie sein“. Die Premiere wurde von der Fielfalt-Community organisiert, die es sich zur Mission gemacht hat, Frauen darin zu bestärken sich selbst zu verwirklichen und etwas zu wagen.

80 Minuten lang verfolgt der Zuschauer den Alltag von fünf jungen Gründerinnen. Nora und ihr Team zeigen hier nicht nur die schönen Seiten: Freude, erfolgreiche Pitches, schicke Büros. Sie thematisieren auch die Zweifel der 18-jährigen Stacey Ferreira, die Zweifel ihrer Eltern und den Druck unter dem sie steht, weil sie lieber ein Startup gegründet als die Schule abgeschlossen hat. Der Film zeigt auch die 28-jährige Vietnamesin Thuy Truong, wie sie vergeblich um Funding für ihr Startup Greengar kämpft, wie sie von ihrem Mitgründer im Stich gelassen wird, Greengar aufgibt und zurück nach Vietnam zieht, um dort wieder aufzustehen und neu zu gründen.

Mut zu Scheitern

Gerade weil Frauen in Startups so unterrepräsentiert sind, zeigen die Medien oft nur die starken Frauen, die Gewinnerinnen. Es wirkt als wären erfolgreiche Gründerinnen fehlerlos. In She startet it geht es um junge Frauen, die scheitern und kämpfen und wieder aufstehen – Der Kreislauf, der gute Entrepreneure formt. „Wenn Plan A, B oder C nicht funktionieren, hat das Alphabet noch 23 andere Buchstaben!“, sagt Thuy im Film.

Motiviert und gut gelaunt: Die Zuschauerinnen und Zuschauer nach der Premiere von She started it.
Motiviert und gut gelaunt: Die Zuschauerinnen und Zuschauer nach der Premiere von She started it.

Erfolgreiche Geekettes

Nach der Premiere gab es Applaus. Der Film vermittelt ein positives Gefühl und Motivation. Nora stand noch für Gespräche zur Verfügung. „Ich habe eine Tochter, die erst ein paar Monate alt ist“, erzählt eine Frau aus dem Publikum. „Wie sich die jungen Mädchen entwickeln, liegt auch in unserer Hand. In Ferienkursen zum Thema Coden ist nur eines von fünf Kindern ein Mädchen und zu diesem Zeitpunkt entscheiden das noch die Eltern. Also lasst uns unsere Mädchen zu erfolgreichen Geekettes erziehen, die unsere Welt rocken“.

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