Wusstest du, dass im Durchschnitt nur ein Startup aus einem Pool von 400 Bewerbungen eine Venture-Capital-Finanzierung bekommt? Die Realität kann gemein sein. Schauen wir uns mal an, was du in den letzten Monaten wahrscheinlich auf deinem Weg von der Geschäftsidee zum möglichen IPO erlebt hast.

Zuerst hast du eine vielversprechende Geschäftsidee gefunden. Dann hattest du das Glück, einen komplementären Mitgründer zu finden, der gemeinsam mit dir das Geschäftsmodell testet und validiert. Vielleicht sprecht ihr dann mit potenziellen Kunden und versucht deren Probleme zu verstehen und inwiefern bestehende Lösungen derzeit nicht zufriedenstellend sind. Zudem überlegt ihr euch die Implikationen für euer Geschäft, darunter beispielsweise Produktiteration, Auswahl der Marketingkanäle, Sales Pitch oder Fundraising.

„LERNT VON erfolgreichen Gründern, was diese bei Ihren Pitchdecks gemacht haben, um sehr sehr viel Geld von Investoren zu bekommen“

Nehmen wir mal an, dass eure ersten Tests positiv verlaufen, ihr auf eine enorme Kundenakzeptanz trefft und eure Metriken richtig versprechend aussehen. Dann kommt der nächste Schritt: Ihr wollt euer Geschäftsmodell skalieren. Zudem ist euch bewusst, dass ihr durch eine schnellere, jedoch kapitaleffizientere Skalierung Wettbewerbsvorteile aufbauen könnt, die euren Innovationsvorsprung oder eure Marktposition sichern.

Um Investorengelder einzusammeln, könntet ihr jetzt einfach auf gut Glück euer Pitchdeck designen inklusive der zugrunde liegenden Dokumente wie einem detaillierten Finanzmodell und irgendwie in Kontakt mit Investoren kommen. Das dauert häufig länger, und die Erfolgsaussichten sind niedrig. Die Alternative: von erfolgreichen Gründern lernen, was diese bei ihren Pitchdecks gemacht haben, um sehr sehr viel Geld von Investoren zu bekommen. Somit vermeidet ihr die wesentlichen Anfängerfehler beim Pitch.

Ich habe vor Kurzem 19 erfolgreiche Unternehmer aus den USA und Europa, darunter von Unternehmen wie Cloudera, Eventbrite, Sofi, Flixbus, Relayr oder Navvis, befragt, welche Dos und Don’ts sie Unternehmern mit auf den Weg geben können und daraus Tipps abgeleitet. Hier die Top drei.

1. Kurze und prägnante Pitch-Story

Wenn du dein Pitchdeck baust, konzentriere dich auf eine glaubhafte und attraktive Pitch-Story mit so wenig Folien wie möglich, maximal jedoch zehn. Investoren geben kein Geld, wenn du sie mit vielen hübschen Folien erschlägst, sondern wenn du ihnen das Investment als No-Brainer präsentierst. Beispielsweise so: „Der Markt beträgt zehn Milliarden US-Dollar. Wir konnten aufgrund unserer patentierten Technologie sowie exklusiven Vertriebspartnerschaft mit einer führenden Unternehmensberatung schon die ersten 300 Geschäftskunden mit einem Monatsumsatz von 75.000 US-Dollar gewinnen und mit einer unerhört niedrigen jährlichen Churn Rate von einem Prozent halten. Mit einem Investment von fünf Millionen Euro planen wir, die größten 10.000 Unternehmen in bezahlende Kunden zu konvertieren und somit in drei Jahren einen Monatsumsatz von 900.000 US-Dollar anzustreben.“

2. Kritik von Freunden

Teste dein Pitchdeck mit Freunden, Experten und Bekannten. Du solltest deinen Pitch mit Bekannten und Fremden üben und den No-Brainer-Faktor deines Investment-Cases überprüfen, damit du deine Chancen auf VC-Gelder maximierst. Sprich einfach mal deine besten, fähigsten und kritischen Freunde und Bekannte an und frage sie, ob sie nach deinem Pitch sofort einen konkreten Betrag auf den Tisch legen würden. Wenn mindestens die Hälfte deiner Zuhörer sofort einen Scheck ausstellen würde, bist du bereit, vor professionellen Investoren zu pitchen.

„Wenn mindestens die Hälfte deiner Zuhörer sofort einen Scheck ausstellen würde, bist du bereit, vor professionellen Investoren zu pitchen“

3. Konkreter Problem-Solution-Fit

Zeige, dass du den Problem-Solution-Fit validiert hast. Viele Gründer machen den großen Fehler bei Investoren „nur“ mit einer Geschäftsidee zu pitchen. Dies führt häufig zu Frustration auf Gründer- und Investorenseite. Fast alle Gründer, die nur mit einer unvalidierten Idee pitchen, merken nach sechs bis zwölf Monaten, dass sie viel Zeit mit der Investorensuche verschwendet haben, die sie besser in die Validierung der wesentlichen Kernannahmen des Geschäftsmodells hätten investieren sollen. Das Problem ist, dass eine Geschäftsidee allein dein Startup nicht investmenttauglich macht. Zu diesem Zeitpunkt ist jedoch bei vielen Gründern die Luft und Begeisterung für ihr Modell raus, da zu viel Kraft in die erfolglose Investmentrunde investiert wurde. Außerdem werden Investoren, die nur in Ideen investieren, einen sehr hohen Risikoabschlag auf deinen Unternehmenswert vornehmen. Deshalb solltest du zuerst mit Kunden sprechen, diese akquirieren und die vielversprechendsten Kundenakquisekanäle testen. Nur so kannst du Investoren datenbasiert von deinem Unternehmen als gutem Investment überzeugen.

Noch ein paar Worte zum Schluss, damit du deine Aussichten auf eine erfolgreiche Investmentrunde erhöhst: Falls du dein Geschäftsmodell schon validiert hast – zum Beispiel erste Umsätze, hohe Wachstumszahlen, CAC und CLV – und zeitnah planst, Geld für dein Startup von Investoren zu sammeln, empfehle ich dir, den kompletten Pitchdeck Insider Report auf Roadtofunding herunterzuladen.

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