Das Prinzip Uber ist einfach erklärt: „Uber ist eine App, mit der man in wenigen Minuten ein Taxi rufen kann, das dich von A nach B fährt“, erklärt Christoph Weigler, General Manager von Uber Germany, im Rahmen des ersten NKF Summits am 7. Dezember 2016 in Berlin. „Dazu benötigen wir einerseits zwar eine ausgefeilte technische Plattform, andererseit aber auch ein physisches Team.“ Genau das unterscheidet Uber grundlegend von anderen digitalen Services.

„Mobilität ist ein sehr lokales Geschäft, jede Stadt ist anders“

Das Vorzeige-Startup versteht sich aber auch als Technologie-Unternehmen, das zusammen mit Konkurrenten wie Tesla die autonome Fahrtechnologie entwickelt und das Thema technisch und aus regulatorischer Sicht mitgestaltet und prägt. „Damit sind wir viel mehr als nur ein Fahrtenvermittler. Wir definieren uns über unsere technologische Kompetenz” sagt Weigler.

Das ursprüngliche Ziel war die Vermittlung von Limousinen samt Fahrer. Später folgte die Idee, auch Privatfahrer und das sehr schlecht ausgenutzte Asset Privatauto zu vermitteln. Die harten gesetzlichen Hürden, vor allem in Deutschland, haben Uber jedoch in eine andere Richtung gedrängt. „Da der Taxi-Markt gesetzlich reguliert wurde, waren wir gezwungen, einen harten Shift zu machen. Deshalb setzen wir in Deutschland nur noch auf professionelle Fahrer. Diese Strategie ist sehr schlüssig und wir werden sie auch weiter verfolgen”, erklärt der Uber-Chef den neuen Ansatz.

„Autonom fahrende Kraftfahrzeuge werden weder zu schnell fahren, noch werden sie durch einen unaufmerksamen oder gar betrunkenen Fahrer gesteuert“

„Autonomes Fahren ist zweifelsohne eine Entwicklung, die kommen wird. Natürlich ist es so, dass diese Technologie sehr viele Vorteile mit sich bringen wird. Es ist sicherer, da der autonom fahrende Kraftfahrzeuge weder zu schnell fahren, noch werden sie durch einen unaufmerksamen oder gar betrunkenen Fahrer gesteuert. Und vor allem, und das ist besonders relevant für uns, erhöht autonomes Fahren die Zuverlässigkeit vor allem in puncto Zeit.“ Uber will deshalb in Zukunft weiter an autonomer Fahrtechnologie forschen und so einen Beitrag zu dieser Technologie leisten. Spannend ist vor allem Weiglers Schlusskommentar: „Aber um dort wirklich Ergebnisse liefern zu können, ist man natürlich auf einen Partner in der Automobilbranche angewiesen.“

NKF Summit LogoWie etablierte Unternehmen mit Startups zusammenarbeiten – das war das Thema des ersten NKF Summits am 7. Dezember 2016 in Berlin. NKF Media ist der Verlag, der die Startup-Magazine Berlin Valley und the Hundert publiziert. Insgesamt mehr als 200 Vertreter von Startups, Mittelstand und Konzernen kamen auf dem NKF Summit zusammen, um über herausragende Beispiele zu diskutieren, wie die Zusammenarbeit von Corporates und Startups gelingen und wie man Innovationen vorantreiben kann.

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1 Kommentar auf "Christoph Weigler von Uber: „Wir sind viel mehr als nur ein Fahrtvermittler“"

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