1. Abook

Abook heißt das neue Lesemedium des baden-württembergischen Startups Isle Audio. Die Idee: Dank modernem Eyetracking verklanglicht das Abook Literatur synchron zur Blickposition des Lesers. Autoren verschafft das Lesemedium neue Perspektiven und Ausdrucksmöglichkeiten beim Gestalten von Texten. Leser erwartet ein neues Lektüreerlebnis. Dem Buchmarkt wird ein weiterer Weg in das digitale Zeitalter aufgezeigt.

2. Binee

Wohin mit E-Readern, wenn man sich ein neues Modell gegönnt hat? Diesem Thema widmet sich das Dresdner Unternehmen Binee. Im gleichnamigen Binee – das Tönnchen – sammelt die Firma E-Reader und andere Elektrokleingeräte, die später wieder verwendet oder fachgerecht recycelt werden. Nutzer des Tönnchen werden mit einem Gutschein für den stationären oder den Online-Handel belohnt.

3. Booktype

Die Open Source Software Booktype für Verlage, Self-Publisher und den Corporate Publishing Markt bildet den gesamten redaktionellen Prozess eines Redaktionsteams bei der Buchherstellung ab. Mithilfe der Software Booktype der gleichnamigen Berliner Firma kann das Redaktionsteam Bücher im Browser erstellen. Die Werke werden automatisch layoutet und für verschiedene Medien als gedrucktes Buch, E-Book oder für die Online-Veröffentlichung ausgegeben.

4. Dipat

Eine dauerhaft wirksame Online-Patientenverfügung stellt das Berliner Unternehmen Dipat in Leipzig vor. Dipat verbindet Handschrift, analogen Papierdruck und digitalen Text. Patienten erhalten nach dem Abschluss eines Online-Interviews eine passgenaue Patientenverfügung, die nach dem Hochladen des unterschriebenen Dokuments dauerhaft wirksam ist. Der persönliche Dipat-Abrufcode wird auf die Versicherungskarte geklebt und ist so für Ärzte jederzeit abrufbar.

5. Jicki Sprachduschen

Die Freiburger Firma Jickilearning präsentiert in Leipzig Jicki, eine Online-Lernplattform zum Spracherwerb mit Audio-Sprachkursen. Mit der Jickilearning-Methode können Fremdsprachen und Lerninhalte nachhaltig und effektiv erworben und Fremdsprachen deutlich schneller verstanden und gesprochen werden, als mit klassischen Methoden. Jicki lässt sich durch passives und entspanntes Lernen in den Alltag einbinden. Zudem können sich die Lernenden auf der Plattform vernetzen.

6. Skimit

Die Applikation Skimit des Freiburger Kladdebuchverlages ist ein Social-Network-Service für literarische Inhalte. Primäres Ziel der App ist es, Texte in Form von Whatsapp-Chats lesbar zu machen und ihnen so einen digitalen Raum zu verschaffen. Die Texte werden teilweise speziell für das Format geschrieben, teils aus vorhandenem Material adaptiert. Zusätzlich produziert, teilt und kommentiert die aktive Community der App weitere Inhalte.

7. L-Pub

L-Pub steht für Learning Publications. Hauptprodukt der Offenbacher Firma Storyplanet ist das L-Book, welches bestehende Texte mit kurierten Zusatzinformationen erweitert und digital zur Verfügung stellt. Beim Fremdsprachenerwerb beispielsweise kann das L-Book jedes Wort im Text übersetzen und Zusatzinformationen, wie Grammatikregeln, anzeigen lassen. Mit einem Klick speichert der Leser Worte, die er lernen will – inklusive dem Satz, in dem sie gelesen wurden – in einer persönlichen Vokabelliste und erhält darauf basierend verschiedene Übungen.

8. Mypoolitzer

Mypoolitzer der gleichnamigen Berliner Firma ist eine webbasierte Plattform, auf der sich Romanautoren und Verlage begegnen und Buchverträge anbahnen können. Autoren laden Synopse und Leseprobe ihres unveröffentlichten Manuskriptes auf der Plattform hoch. Innerhalb von vier Arbeitstagen erhalten sie eine qualifizierte Bewertung durch einen Kritiker. Wurden die Unterlagen mit mindestens drei von maximal fünf Punkten bewertet, werden sie für die Verlage zur Ansicht freigeschaltet. Verlagslektoren können passende Werke identifizieren und den Autor direkt kontaktieren.

9. XL Book

Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit sollen mit XL Book auf Papier den Zugang zu vielen tausend Titeln der Front- oder Backlist von Verlagen erhalten, die im epub-Format vorliegen. XL Book will den Originaltext in eine ca. 16-Punkt große, gut lesbare Schrift konvertieren und „on demand” Bücher drucken, die über die üblichen Handelswege vertrieben werden. Für die Proof-of-Concept-Phase sucht das Projekt des Münchner Verlagsberaters Markus Hartmann in Leipzig Partnerverlage, die die Inklusion fördern wollen.

10. Readio

Unter dem Überbegriff „responsives Lesen“ hat die Readio GmbH eine zum Patent angemeldete Technologie entwickelt, mit der Lesen für alle Altersklassen auf Smartphones einfacher und angenehmer wird. Dabei wird der Bildschirm eines Smartphones so genutzt, dass der Inhalt passgenau mit weiteren Medien – wie Bildern, Geräuschen und Videos und so weiter – angereichert wird. Die Readio Technologie kann von allen Verlagen und Contentanbiertern eingesetzt werden, um bekannte Formate digital zu recyceln, und neue Formate zu kreieren.

11. Sciflow

Sciflow heißt die Software der Magdeburger Firma Sciflow, die den Prozess vom Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit bis hin zur Veröffentlichung vereint. Die Zielgruppe von Sciflow sind Forschende, Studierende und deren Einrichtungen, die die Sichtbarkeit und Verbreitung ihrer wissenschaftlichen Publikationen erhöhen wollen. Die webbasierte Software beinhaltet eine Vielzahl von innovativen Funktionen, wie das Finden von potenziellen Journalen und Konferenzen zur zeitnahen Veröffentlichung, die automatische Anpassung des in Sciflow geschriebenen Textes an vorgegebene Formatvorlagen und die Möglichkeit über die Software Feedback von Kollegen zu bekommen.

12. Sharemagazines

Sharemagazines bietet über die gleichnamige App für iOS- und Android-Geräte einen digitalen Lesezirkel mit über 180 Tageszeitungen und Magazinen an. Mehr als 150 Locations wie Gastronomiebetriebe, Arztpraxen und Kliniken stellen die digitale Bibliothek für ihre Kunden oder Patienten kostenfrei zur Verfügung. Mit dem „Locationfinder“ kann der Anwender sehen, ob der Service in seiner Reichweite verfügbar ist oder nicht. Vorteil für die beteiligten Locations: Das Lesematerial ist nie vergriffen und eigene Inhalte wie Speisepläne, Gästemappen oder Patienteninfos können in die App hochgeladen werden. Verlage erweitern mithilfe der App ihre Leserschaft.

13. Wavefont

Silicon Surfer ist ein Startup aus Karlsruhe. Mit dem neuen Verfahren Wavefont lassen sich Eigenschaften der Stimme wie Betonung und Geschwindigkeit sowie Emotionen auf Schrift automatisch abbilden. Spracheigenschaften erhalten ein visuelles Pendant, das den Informationsgehalt und den Unterhaltungswert beim Lesen intensiviert und so einen Mehrwert für E-Books, Bücher oder Prospekte generiert. Da anhand des Schriftbildes die Aussprache rekonstruiert werden kann, bieten sich auch beim Spracherwerb, Lesenlernen und Vorlesen Vorteile.

14. Ulysses

Ulysses ist eine Schreib-Software für Mac, iPad und iPhone, deren Fokus auf dem Schreibprozess selber liegt. Ziel ist es, eine möglichst angenehme und ablenkungsarme Arbeitsumgebung zu bieten, sodass sich Buchautoren, Journalisten, Studenten und Blogger auf das Schreiben selbst konzentrieren und produktiv arbeiten können. Die schnelle Synchronisierung zwischen allen verbundenen Geräten ermöglicht es, jederzeit auf alle Text zuzugreifen und an ihnen weiterzuarbeiten. Nachdem der Schreibprozess abgeschlossen ist, können fertige Texte mit wenigen Klicks in viele verschiedene Formate exportiert oder als Artikel auf einem Blog veröffentlicht werden.

15. Polynaut

Polynaut ist eine innovative Möglichkeit digitalen Content aufzubereiten. Informationen werden gruppiert und in einer zoombaren Mindmap im Kontext angezeigt. Sie ermöglicht die Erkundung der Daten vom Allgemeinen bis ins Detail und das schnelle Verstehen ihrer Zusammenhänge. Dank der Interaktion des Nutzers und eingebauten Algorithmen werden bereits bestehende Metadaten weiter ausgebaut. Mit Polynaut können Unternehmen der Buch- und Medienbranche ihre Kunden langfristig an ihren Online-Store und andere Plattformen binden.

Alle ausgewählten Unternehmen präsentieren ihre Projekte am 24. und 25. März 2017 im Neuland 2.0, dem Startup-Village der Leipziger Buchmesse.

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2 Kommentare auf "Diese 15 Innovationen wollen den Buchmarkt revolutionieren"

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