Ständig höre ich diese Geschichte: „Ich hatte auch mal Klavierunterricht, aber ich bin nicht musikalisch begabt, ich kann nicht mal Noten.“ Notenlesen mit musikalischem Talent gleichzusetzen, ist völliger Unsinn und ich frage mich: Was ist eigentlich los mit unserer Musikausbildung? Darf es keinen Spaß bringen, ein Instrument zu lernen? Muss das so sein? Oder wie wäre es noch denkbar?

An diesem Punkt setzt das Team von Uberchord an. Wir entwickeln eine Smartphone-App, mit der es riesig Spaß macht, Gitarre zu lernen und ganz nebenbei noch alles über die theoretischen Hintergründe von Musik zu erfahren. Die Gitarre ist dabei nur der Anfang. Bemerkenswert ist, dass alles, was der Nutzer spielt, ohne zusätzliche Hardware sofort erkannt wird. Das ermöglicht uns ein sehr hohes Maß an Interaktivität.

Ein Jazzsaxophonist als Didakt bei Uberchord

Eine meiner Aufgaben ist es, eine Didaktik zu entwickeln, die das Gitarre spielen und die ziemlich komplexe und umfangreiche westliche Musiktheorie auf spielerische Art vermittelt ohne dabei an Substanz einzubüßen. Als Professor an zwei Hochschulen kenne ich die Gefahren ganz gut, und zum Glück erinnere ich mich auch noch gut an mein eigenes Studium und die vielen Fragen, die ich mir durch eigene Erfahrungen selber beantworten musste. Heute sind meine Kollegen und Studenten die kritischsten Tester unserer App!

Alle meine Überlegungen müssen so formuliert sein, dass die Programmierer sie umsetzen können und es gibt einen stetigen Lernprozess, über Musik und die Gitarre auf der einen Seite und darüber, welche Rechenprozesse einer interaktiven App zugrunde liegen auf der anderen. Das Ergebnis ist ein sehr komplexes Stück Hightech, gepaart mit komplexer Musiktheorie, das an der Benutzeroberfläche vor allem Spaß bringt und das Lernen ganz ohne Blockaden und Wiederstände ermöglicht.

Es gibt einen direkten Workflow mit den Firmengründern bei dem es um die Entwicklung und Umsetzung unserer Visionen geht. Dabei wird im Austausch mit den Programmierern geprüft: Geht das? Oder besser: Wie geht das? Ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist die Zusammenarbeit mit dem Marketing. Die Didaktik fließt in regelmäßige Blog Posts ein: „Uberchords Guide to Music Theory“, bei denen wir anhand der Klickzahlen direkt sehen können, wie sie sich vermitteln.

Die Voraussetzungen für meinen Job sind: Kenntnis der Musiktheorie und sehr umfassende praktische musikalische Erfahrung, idealerweise sowohl als Musiker wie auch als Komponist/Songwriter/Arrangeur, Lehrerfahrung, Englisch, Writing Skills und ein kreatives Mindset.

Dieser Artikel erschien zuerst in Berlin Valley News 10/2015.

uberchord-logo

Quick Facts

Firmenname: Uberchord

Gründung: 2014

Gründer: Eckart Burgwedel, Simon Barkow-Oesterreicher, Martin Polak, Ilona Maslioukovskagia

Standort: Mitte

Mitarbeiter: 10

Service: mobiler und interaktiver Musik- und Gitarrenlehrer

Link zur Unternehmenswebsite

Jobprofile in der Startup-Szene

Die Startup-Szene bringt eine ganze Reihe neuer Jobformate mit sich. Oft haben diese Startup Jobs Bezeichnungen, die dem normalen Leser unbekannt sind. Berlin Valley stellt daher ausgefallene und interessante Jobprofile der Startup-Szene vor. Regelmäßig findet man hier Erläuterungen zu neuen Jobs in der Startupszene, z.B. Technical Artist, Growth Manager, Musical Scientist, Business Process Manager, Chief Wine Editor, Head of Innovation & Enablement, Integration Engineer, Hapiness Oficer, Programmatic Marketing Director, Traffic Manager oder Data Scientist. Wer sich für Jobprofile in der Startupszene interessiert, wird bei der Artikel-Reihe „Was macht eigentlich ein…“ mit den wichtigsten Startup-Job Bezeichnungen fündig.

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