Erst kürzlich erzählte mir ein Kollege, wie er versuchte, seinen Großeltern zu erklären, was er bei GameGenetics eigentlich macht. Sie haben wohl kein Wort verstanden. Ähnlich würde es vermutlich meinen Großeltern gehen. Vereinfacht würde ich ihnen sagen, dass ich die Abläufe bei uns analysiere und jeden Tag ein Stückchen verbessere.

Etwas ausführlicher erklärt würde ich so anfangen: Wir bei GameGenetics schalten Werbung für Online- und Mobile-Spiele auf Internetseiten in der ganzen Welt – und zwar 100 Milliarden im Monat. Damit so eine unglaublich hohe Zahl überhaupt möglich ist, müssen unzählige Prozesse nahtlos ineinandergreifen: Menschen, Daten, Software.

Der Zahlen-Crack bei GameGenetics

Genau an der Schnittstelle von all dem komme ich ins Spiel. Wenn ich morgens ins Büro komme, quillt mein Postfach bereits über mit den aktuellen Zahlen der verschiedenen Teams, die die Werbung von unseren Kunden einsammeln und sie auf Webseiten ausliefern, sowie der Tools, die die zugehörigen Daten analysieren und auswerten. Doch Daten sind immer nur so gut wie ihre Interpretation. Ich überprüfe beispielsweise, wo welche Werbung am besten gelaufen ist. Denn wir wollen sie eben nicht einfach irgendwo in den Weiten des Internets verheizen, sondern genau die Spieler erreichen, die die Spiele auch wirklich spielen möchten.

Außerdem stelle ich sicher, dass es keine Lücken im System gibt, sprich: dass wir nicht mehr oder weniger Werbung ausliefern als Platz zur Verfügung steht. Damit dies nicht passiert, muss es schnelle Kommunikations- und Reaktionswege zwischen den einzelnen Teams geben. Und genau die laufen bei mir zusammen. Falls etwas in Schieflage gerät, schlage ich Alarm.

Viele der dabei ablaufenden Prozesse werden von Computern durchgeführt. 100 Milliarden Ads im Monat können schließlich nicht alle einzeln von Menschen gebucht werden. Die meisten Kollegen bekommen von den einzelnen Schritten gar nichts mit. Ich schon. Denn ich spüre ihnen nach und leite Verbesserungsvorschläge an die Entwicklungsabteilung weiter, damit sie unsere Software stetig verbessern und optimieren kann. So in etwa würde ich den Großeltern meines Kollegen erklären, was ich mache. Vermutlich würden sie es trotzdem nicht verstehen. Aber das läge vor allem an meinem schottischen Akzent, über den auch so mancher Kollege hier hin und wieder stolpert.

Dieser Artikel erschien zuerst in Berlin Valley News 09/2015.

Quick Facts

Firmenname: GameGenetics

Gründung: 2009

Gründer: Alexander Piutti

Mitarbeiter: 50

Standort: Kreuzberg

Service: Nutzerakquise für Online- und Mobile-Games

Link zur Unternehmenswebseite

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