Pharmaunternehmen, Versicherungen und Kliniken erkennen die wachsende Bedeutung der Digitalisierung. Um den Healthcare-Bereich zu fördern, entstehen deutschlandweit Programme, die den Kontakt zu Startups suchen. Allen ist klar: Am Markt gewinnt am Ende, wer am nächsten am Kunden dran ist.

Allianz

Mit dem Inkubator Allianz X und der Venture-Capital-Gesellschaft Allianz Ventures ist die Versicherung neben anderen Sektoren auch im Bereich Digital Health aktiv. Min Sung Kim, vorher Partner beim VC XL Health, hat diesen Bereich bei Allianz Ventures gerade übernommen. Peter Borchers wechselte vom Telekom-Programm Hubraum als CEO zu Allianz X.

Bayer

Mit dem Grants4Apps Accelerator in Berlin bietet der Pharmakonzern Startups seit 2014 neben Office, Coaching und Netzwerk auch finanzielle Unterstützung. In jeder Runde fördert Bayer bis zu fünf Startups, jedes Unternehmen im Programm erhält 50.000 Euro. Das Programm zieht auch regelmäßig internationale Startups an.

Flying Health

Der unabhängige Inkubator arbeitet mit verschiedenen großen Stakeholdern aus dem Gesundheitsbereich zusammen, zum Beispiel mit Sana Kliniken, Unfallkrankenhaus Berlin und Audi. Flying Health hilft (bisher acht) Startups beim Eintritt in den Gesundheitsmarkt. Ziel ist es, dass die Leistungen der Startups später auch von den Krankenkassen übernommen werden.

Helios

Der Klinikkonzern hat einen Hub aufgebaut und sucht hierfür gezielt nach Startups, die mit digitalen Lösungen einen direkten Nutzen für Patienten oder Angehörige haben. Neben Räumen, Mentoren und einem großen Netzwerk bietet der Hub auch die Möglichkeit, Lösungen in den Kliniken von Helios zu testen.

Peppermint Venture Partners

Als VC investiert Peppermint Venture Partners in Startups im medizinischen Bereich. Fokus sind die Themen Digital Health, Diagnostik und Biomedizin. Bisher wurden sieben Unternehmen finanziert.

Pfizer

Der Pharmakonzern setzt seit 2014 auf Kooperationen mit Startups. Das Berlin Healthcare Lab ist eine Plattform, auf der die Zusammenarbeit mit jungen Unternehmen unbürokratisch getestet werden kann. Das Lab entwickelt außerdem neue Formate, um mit Healthcare-Startups in Kontakt zu kommen. Bisher sind zwei feste Kooperationen entstanden und in der regelmäßigen Startup-Sprechstunde geben Pfizer-Experten ihr Wissen an Healthcare- Startups weiter.

RWTH Aachen

Mit Anschubinvestitionen fördert die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen wissenschaftliche Forschung für innovative Healthcare-Lösungen. Unter den geförderten sind unter anderem Vimecon, Matricel, Adhesys Medival  oder Krankenhausstellen.de.

Wellington Partners

Der Venture Capitalist aus München und Zürich ist bereits seit 1998 in den Bereichen Diagnostik, Therapie, Medizintechnik, Digital Health und Biotechnologie aktiv und hat schon mehr als 200 Millionen Euro investiert. Damit ist Wellington Partners der führende europäische VC im Bereich Life Sciences und Health. Der Fokus liegt auf Early-Stage- Investitionen.

XL Health

XL Health war der erste deutsche Venture Capitalist mit Fokus auf Digital Health und ist unter anderem bei der Diabetiker-App Mysugr und dem Healthtracker Onelife investiert. XL Health kündigte nach Abgang der Partner im November an, für 18 Monate zu pausieren und keine neuen Investments mehr zu tätigen.

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1 Kommentar auf "Von Allianz bis XL Health: Programme für Healthcare-Startups"

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