Preisgelder in Höhe von insgesamt rund drei Millionen Euro konnten Startups bei Gründerwettbewerben im vergangenen Jahr in Deutschland einsammeln. Hinzu kommen Sachpreise im Wert von mehr als zwei Millionen Euro. Eine Teilnahme lohnt sich aber nicht nur aus finanziellen Gründen. „Gründer profitieren neben Preisgeldern vor allem durch Netzwerkzugang, Feedback, Know-how und mediale Aufmerksamkeit“, sagt René Klein, Geschäftsführer von für-gründer.de. Das Onlineportal, das Gründer bei der Ideenfindung, Planungsphase und anderen Gründerfragen unterstützt, hat die teilnehmenden Unternehmen in einer Studie analysiert.

Mehr als 20.000 Bewerbungen haben Startups im vergangenen Jahr bei 163 Gründerwettbewerben in Deutschland eingereicht, deutlich mehr als 2015 (145 Wettbewerbe) und 2014 (124 Wettbewerbe). Auch 2017 hält der Kurs mit 190 geplanten Gründerwettbewerben an.

Gründerwettbewerbe in Deutschland (Quelle: Für-Gründer.de)
Gründerwettbewerbe in Deutschland (Quelle: Für-Gründer.de)

B2B, Jobmotor, international aktiv

Die Analyse der besten 50 Startups zeigt, dass zwei Drittel B2B-Geschäftsmodelle sind. Die Mehrheit der Unternehmen kommt aus den Bereichen Medizintechnik oder Industrie 4.0, eine kleinere Rolle spielen die Felder Software, Fintech oder Smart Home. Die prämierten Unternehmen zeichnen sich außerdem durch ihr Wachstumspotenzial aus. Die von 172 Gründerinnen und Gründern geführten Startups beschäftigten Anfang 2017 über 620 Mitarbeiter. 58 Prozent sind bereits nach kurzer Zeit international tätig, weitere 14 Prozent streben 2017 eine Expansion ins Ausland an. 68 Prozent sind im Jahr 2017 auf der Suche nach neuem Wachstumskapital.

Die meisten Startups der Top 50 stammen aus Bayern (11), gefolgt von Hessen (8). Den dritten Platz teilen sich Baden-Württemberg und Berlin mit jeweils sechs Startups. Basis für das Ranking waren die Anzahl der Auszeichnungen und Prämierungen, die Höhe des Preisgelds sowie Art und Größe des Wettbewerbs. Green City Solutions aus Berlin, die gerade auch für das Finale des internationalen Wettbewerbs The Venture nominiert wurden, belegen in der Gesamtwertung den fünften Platz.

Die zehn erfolgreichsten Teilnehmer

  1. ArtiMinds Robotics (Karlsruhe, Software)
  2. Ad-O-Lytics (Ulm, Biotechnologie)
  3. Landpack (Puchheim, Green Economy)
  4. NanoWired (Darmstadt, Nanotechologie)
  5. Green City Solutions (Berlin, Green Economy)
  6. Celonis (München, Software)
  7. Frankfurter Brett (Offenbach a.M., Kreativwirtschaft)
  8. PHYSEC (Bochum, IoT)
  9. Redwave Medical (Jena, Medizintechnik)
  10. Ilmsens (Ilmenau, Mess- & Sensortechnik)
Top 50 Startups des Jahres 2016 in Deutschland (Quelle: Gründerwettbewerbe in Deutschland (Quelle: Für-Gründer.de)
Top 50 Startups des Jahres 2016 in Deutschland (Quelle: Gründerwettbewerbe in Deutschland (Quelle: Für-Gründer.de)

Einen Verweis auf die Liste der 50 Top-Startups sowie eine Übersicht der anstehenden Wettbewerbe findet ihr unter www.fuer-gruender.de/wettbewerbe.

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3 Kommentare auf "Gründerwettbewerbe: Diese Startups haben 2016 abgeräumt"

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