Sie sind privat. Sie sind intim. Sie sind dein Leben in Zahlen. Sie könnten eine Revolution im Gesundheitswesen auslösen: Informationen über deinen Körper. Ich denke, wir sollten das Potenzial nutzen, das in ihnen steckt, um unser Leben besser zu verstehen.

Eine globale Bewegung für die Frauengesundheit

Dennoch: Hier bin ich, CEO von Clue, ein Unternehmen, dem die Nutzerinnen intimste Informationen anvertrauen. Wieso? – Die Chancen, die Gesundheitsversorgung mit Daten zu verbessern, sind riesig: für jeden einzelne Menschen, für die Wissenschaft, für die Menschheit. Jeder Mensch kann seine Gesundheitsmuster tracken und sie mit Millionen anderen Werten vergleichen. Das ist eine globale Bewegung. Sie bietet die Chance, die Gesundheit von Frauen weltweit zu revolutionieren.

Es ist unsere Mission, die Forschung zur Frauengesundheit zu verbessern und der Hauptgrund, die Daten unserer Nutzerinnen zu sammeln. Deshalb arbeiten wir mit Wissenschaftlern der Universitäten von Stanford, Columbia, Washington und Oxford zusammen an Forschungsprojekten. Betrachtet man nur die Zahlen, dann lässt sich feststellen: Die mobile Erfassung von Gesundheitsdaten hilft dabei, die medizinische Forschung auf eine ganz neue Ebene zu hieven. Wir sehen Möglichkeiten, die zuvor nicht einmal erträumt wurden, allein durch die Betrachtung einzelner Datensätze.

Ein Beispiel: Die beiden größten Langzeitstudium, die aktuell von der Forschung zitiert werden, greifen auf Daten von 650 und 2700 Frauen zurück, die über mehrere Jahrzehnte – also 30.000 bis 275.000 Menstruationszyklen – erhoben wurden. Dem gegenüber stehen Millionen von Clue-Nutzerinnen, die monatlich ihre Werte eingeben. Wir können damit eine große Menge an Informationen von Frauen weltweit analysieren und interpretieren. Unsere Nutzerinnen kommen aus mehr als 190 Ländern und sind Teenagerinnen bis hin zu Frauen über 60, also von der ersten Menstruation bis zur Menopause. Manche haben regelmäßige, andere unregelmäßige Zyklen. Einige haben polyzystisches Ovarsyndrom (PZOS), Endometriose und andere Krankheiten.

Ida Tin Clue Frauengesundheit
Clue für die Apple Watch: „Mobile Erfassung von Gesundheitsdaten hievt die Forschung auf eine ganz neue Ebene.“ (Bild: Clue)

Der Nutzen von Clue geht jedoch über die Forschung hinaus: Anhand unserer Daten können wir akkuratere Prognosen treffen und die Nutzerinnen darin unterstützen, schneller ihren Gesundheitszustand sowie Symptome, die mit ihrem Zyklus zusammenhängen, zu erkennen.

Unsere Nutzerinnen entscheiden dabei selbst, ob sie ihre Daten zu Forschungszwecken und zur Verbesserung der App zur Verfügung stellen möchten oder nicht. Denn letztlich gehören die Nutzerdaten ihnen. Die Daten werden weder verkauft noch geteilt – mit niemandem. Das wird auch so bleiben. Wir handeln verantwortungsvoll und sind transparent in Bezug darauf, welche Daten wir sammeln und wie wir die Privatsphäre unserer Nutzerinnen schützen.

Wir prüfen auch sorgsam potenzielle Forschungspartnerschaften zur Frauengesundheit, um sicherzustellen, dass unsere Nutzerinnen davon profitieren und die Frauengesundheit im Vordergrund steht.

„Der Nutzen von Clue geht über die Forschung hinaus“, @idatin @helloclue #startupsClick To Tweet

Sichere Diagnosen mit Clue

Die Forschungsergebnisse stellen wir unseren Nutzerinnen zur Verfügung. Denn ihnen sollte auch der wissenschaftliche Erkenntnisgewinn zukommen. Ich bin überzeugt, dass Daten global betrachtet ganz neue Erkenntnisse ermöglichen. Aber ich denke auch, jede sollte das Recht haben, ihre anonymen Daten nicht zu teilen. Es sind persönliche Informationen und damit eine persönliche Entscheidung.

Für uns hat es höchste Priorität, die Nutzerdaten zu schützen. Denn das Vertrauen unserer Nutzerinnen ist die Grundlage unseres Geschäftsmodells. Wir nutzen SSL-Verschlüsselung beim Datentransfer und unser Server ist verifiziert. Account-Informationen und Daten sind getrennt gespeichert, und so lange die Nutzerinnen ein Passwort für ihr iOS-Gerät verwenden, sind die Daten der App verschlüsselt. Wir prüfen außerdem kontinuierlich unsere Sicherheitsmaßgaben.

Ich sehe noch vieles mehr, das wir tun können – auch in Entwicklungsländern. Gesundheitsdaten erleichtern es Ärzten, sicher Diagnosen wie PZOS oder Endometriose zu stellen oder Fruchtbarkeitsprobleme zu erkennen. Und: Es gibt die Chance, eine nicht-invasive, nicht-hormonelle Form der Empfängnisverhütung zu entwickeln für Millionen – wenn nicht sogar Milliarden – Frauen auf der Welt. Wir arbeiten daran, das zu ermöglichen.

Zuerst erschienen in Berlin Valley 07/2016

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