Begeisterter Applaus erfüllt das Ahoy Berlin über den ganzen Abend beim Demo Day der European Pioneers. Die 13 Startups, die der Accelerator in den vergangenen acht Monaten begleitet hat, stehen nacheinander zum Pitch auf der Bühne. Und es fällt auf: Die Truppe hält zusammen. Sie pushen sich gegenseitig, klatschen wild und brüllen, um ihre Kollegen anzufeuern. Die Begeisterung der Gründer steckt alle Besucher an. Und sie ist berechtigt. Die Startups konnten sich im Sommer vergangenen Jahres gegen mehr als 600 Mitbewerber durchsetzen. Jedes Team erhielt eine finanzielle Förderung von 175.000 Euro für sein Projekt und wurde über mehrere Monate hindurch immer wieder gecoacht. Die Pitches wirken sehr gekonnt. Kein Gründer vergisst, sein Finanzierungsmodell vorzustellen, alle stehen sehr sicher auf der Bühne und scheinen großen Spaß zu haben.

European Pioneers fördert spannende Projekte

Neben Firmen aus den großen Zentren in Deutschland, England und Israel ist auch je ein dänisches und ein spanisches Unternehmen dabei. Und die Startups kommen aus völlig unterschiedlichen Branchen. Watly hat beispielsweise ein großes Modul entwickelt, das verschmutztes Wasser trinkbar macht, Energie über Solarmodule bereitstellt und gleichzeitig eine Internetverbindung herstellt. Damit wollen die Gründer den Menschen in kaum entwickelten Ländern Zugang zu grundlegender Infrastruktur ermöglichen. Ein soziales unternehmerisches Projekt.

Mit der App Splash können Nutzer 360-Grad-Videos drehen und über soziale Netzwerke teilen. Mit seiner Virtual Reality App hat Splash gerade den renommierten Gründerpreis bei der Digitalmesse South by Southwest (SXSW) in Austin, Texas gewonnen (siehe Berlin Valley, April 2016). Auch über Infarm hat Berlin Valley bereits berichtet. Die Pflanz-Module des Startups stehen als Pilot-Projekt in einem Indoor-Gewächshaus in der Metro-Filiale in Berlin-Friedrichshain. Die Module lassen sich ähnlich wie Regalböden übereinander anordnen und sparen so viel Anbaufläche. Die Pflanzen werden über eine nährstoffreiche Wasserschicht versorgt und mithilfe eines mobilen Dashboards überwacht.

German Power beim Demo Day

Neben Infarm und Splash kommen noch zwei weitere Startups aus Deutschland. Beaconinside stellt eine Art GPS für den Indoor-Bereich bereit. Dazu werden kleine Module, sogenannte Beacons, installiert. Damit kann beispielsweise die Navigation in großen Messehallen organisiert werden, Geschäfte können Kunden damit durch ihre Abteilungen und Produkte lotsen. Beaconinside arbeitet jetzt mit Google zusammen, um das Projekt zu verwirklichen.

Trackticks befasst sich mit dem Lieblingssport der Nation: Fußball. Das Unternehmen vertreibt Bewegungstracker, die Amateur-Fußballer während des Trainings oder Spiels mit einem Gürtel um die Hüften tragen können. Die Bewegungsdaten werden dem Trainer auf einer App übersichtlich ausgespielt und sollen ein professionelleres Training auch für kleine Fußballvereine ermöglichen.

Positive Energie

Die tolle Stimmung, die Energie der European Pioneers-Truppe und die spannenden Pitches waren eine tolle Voraussetzung für die Networking-Phase. Der Accelerator hatte viele Investoren eingeladen, um den Gründern weitere Kontakte zu ermöglichen. Bei Bier und leckerem Essen in der shabby-chick Atmosphäre des Ahoy Berlin gab es dazu ausreichend Gelegenheit.

Übrigens: Auch die aktuelle Ausgabe von Berlin Valley war beim Demo Day dabei. Die gibt es hier auch zum kostenlosen Download. 

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1 Kommentar auf "Super Stimmung beim European Pioneers Demo Day"

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