Die Deutsche Messe kündigt an, die Cebit neu erfinden zu wollen. „Im Jahr 2018 findet die CeBIT erstmals im Sommer statt – nicht mehr als klassische Messe, sondern als „Innovationsfestival für Digitalfans“. Vom 11. bis 15. Juni erwarte die Besucher ein „New-Tech-Event mit Konferenz und Networking in neuen Formaten“, kündigt die Messe an.

Wir haben Gründer und Investoren gefragt:

Braucht Deutschland eine neue Cebit und wenn ja, wie sollte sie aussehen?

Andreas Winiarski von Earlybird. Foto: Andreas Wniniarski

Andreas Winiarski, Partner bei Earlybird Venture Capital: „Früher war die Cebit magisch. Heute sind Tech-Events cooler. Aber die Stärke der Cebit war und ist, alte und neue Welt zusammenzuführen. Dafür braucht es Elemente aus beiden Welten. Wenn sie das schafft, bleibt sie als Messe des digitalen Wandels relevant.“

Christoph Maichel, Gründungspartner von Creditshelf: „Zwischen Startup Events in kleinem und großem Maßstab, mit regionalem und/oder branchenspezifischen Schwerpunkt kann die neue Cebit das Event werden, dass die Gründungsszene als ganzes unter ein Dach bekommt. Sie sollte Taktgeber und Innovationstreiber für die Vielzahl an kreativen und klugen Machern werden. Die Cebit kann Richtungsweiser werden, wenn es ihr gelingt, sowohl eine Vielzahl an treibenden Kräften des Startup-Sektors zueinander zu bringen als auch werthaltige Beziehungen entstehen lassen. Dazu muss sie Gründer und Investoren, Disruptive und Etablierte zusammenbringen. Die Cebit muss sich anpassen. Sie muss werden wie ihre Kunden: agil, flexibel und disruptiv. Sie muss sich lösen von alten Strukturen und die Teilnehmer und Aussteller stark integrieren. Sie muss sich absetzen und dennoch die Masse bewegen. Genau diesen Rahmen kann die Cebit als Innovationsfestival bieten.“

Michael von Roeder von Sensorberg. Foto: Sensorberg

Michael von Roeder, CEO von Sensorberg: „Brauchen wir. Die Differenzierung zu den üblichen Startup-Events wäre aus unserer Sicht das andere Publikum. Auf einer neuen Cebit würden wir eher Business- und IT-Verantwortliche aus Mittelstand und Großunternehmen erwarten, auf den Startup-Events sind ja eher Innovationsmanager oder Investoren.“

Phillip Strauch von Invoicefetcher. Foto: Andreas Herz

Phillip Strauch, Gründer und Geschäftsführer von Invoicefetcher: „Der Schlüssel liegt meines Erachtens nach darin, die Cebit zu einem Event werden zu lassen. Ich würde die Aussteller mehr als Kulisse sehen, in deren Zentrum ein Mix von Besuchern aus B2B und B2C richtig Spaß hat. Die Cebit muss als große Party stattfinden! Das weckt Erinnerungen an alte Zeiten und hat enormes Potenzial, wieder mehr Privatleute nach Hannover locken zu können. Wir von Invoicefetcher gestalten die Party gern mit.“

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2 Kommentare auf "Debatte: Wie sollte die neue Cebit aussehen?"

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