Erik, was macht Cortrium?

Erik Poulson: Wir stellen medizinische Hardware mit Fokus auf die Messung von Vitalwerten her. Unsere Geräte sind mit einer Software ausgestattet, die die gemessenen Signale direkt verarbeitet. Unser erstes Produkt ist ein Gerät, das Vorhofflimmern erkennen kann. Damit helfen wir, Schlaganfälle zu verhindern.

Hattet Ihr Schwierigkeiten, in den Markt zu kommen?

Erik Poulson: Wenn man in einen hochregulierten Markt wie den Gesundheitsmarkt will, gibt es immer Hindernisse. Man braucht ein Team mit großer Wissensbasis und es ist schwer, einen Überblick über die potenziellen Risiken zu behalten. Für uns war es nicht einfach, die klinischen Tests in Krankenhäusern durchzuführen. Außerdem arbeiten wir noch immer an unserer Zulassung als Medizinprodukt und erwarten, dass das im zweiten Quartal 2017 klappt.

Wie konnte Pfizer Euch bei diesen Herausforderungen unterstützen?

Erik Poulson: Pfizer hat uns ein tolles Büro in ihrer Berliner Zentrale zur Verfügung gestellt. Aber wichtiger war, dass sie uns Einblicke in den Markt, das deutsche Kostenerstattungssystem und spezielle regulatorische Gegebenheiten gewährt haben. Wir haben außerdem Zugang zu ihrem gut ausgebautes Netzwerk. Diese Zusammenarbeit hat uns in jedem Fall weitergebracht.

„Die Zusammenarbeit hat uns in jedem Fall weitergebracht“

Wie kam es zur Kooperation mit Pfizer?

Erik Poulson: Wir sind ein dänisches Startup und waren 2014 bereits als Teil eines Accelerator-Programms in Berlin. Pfizer war auf der Suche nach interessanten Unternehmen und hat sich bei uns gemeldet. Im Herbst 2014 haben wir uns das erste Mal getroffen und seitdem ist die Zusammenarbeit immer stärker geworden.

Wie geht es bei Euch weiter?

Erik Poulson: Wir arbeiten gemeinsam mit Pfizer daran, Cortrium auf den deutschen Markt zu bringen. Das wird noch einige Herausforderungen mit sich bringen, und wir versuchen, uns so gut wie möglich darauf vorzubereiten. Später wollen wir unseren Service auch in Europa und den USA anbieten. Außerdem haben wir noch einige interessante Produkte in der Pipeline, die wir auf den Markt bringen wollen.

ERIK POULSON

Erik Poulson ist Arzt und biomechanischer Ingenieur aus Dänemark. Er arbeitet leidenschaftlich an innovativen Lösungen, die den Outcome einer Behandlung für den Patienten verbessern. 2014 gründete er Cortrium und arbeitet als CEO des Startups an neuen Technologien, die seine Vision ermöglichen sollen.

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2 Kommentare auf "Erik Poulson von Cortrium: „Helfen, Schlaganfälle zu verhindern“"

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