Ein nackter Hintern vor der New Yorker Skyline, eine sexy Frau auf dem Rennrad, eine Schallplatte im Toaster: Die Motive, die Juniqe über den Onlineshop verkauft, finden sich überall im Büro des Startups wieder. Die Bilder – arrangiert zu Galerie-Wänden – sind der rote Faden des sonst schlichten Bürokonzeptes. Auf 1000 Quadratmetern arbeiten mehr als 100 Mitarbeiter an weißen Ikea-Tischplatten, die auf Holzböcke montiert sind. Davor stehen schlichte schwarze Drehstühle.

„Dieses Konzept gab es schon von Tag eins an in unserem ersten Büro“, erzählt Mitgründerin Lea Lange. Juniqe ist in den zweieinhalb Jahren seit der Gründung stark gewachsen und jetzt bereits zweimal umgezogen. In der Köpenicker Straße sitzt das Team seit etwa einem Jahr. Bis September 2016 war ein Teil der Fläche untervermietet, das Startup hat gerade umgebaut. Die alternativen Sitzecken und die Stehtische, der Empfangstresen und die zweite Küche sind neu. Ein Teil der Mitarbeiter ist auf die frei gewordene Fläche gezogen, damit es in den großen Räumen nicht zu eng wird. Mit dem Wachstum verändern sich auch die Bedürfnisse und Ansprüche, die ein Startup an sein Büro stellt. „Am Anfang geht es hauptsächlich um Platz“, sagt Lea. „Wenn du weißt, dass dein Funding nur sieben Monate reicht, hast du andere Themen als dein Bürokonzept. Solche Überlegungen und Diskussionen, wie wir sie für den Umbau jetzt geführt haben, gab es da nicht.“

Aktives Feedback von den Kollegen

Bei der Suche nach den Räumlichkeiten wussten die Gründer genau, was sie wollten. Das Fabrikflair in der Köpenicker Straße – mit Parkett, Säulen und hohen Decken – entsprach exakt ihrer Vorstellung. Der schlichte Schick, der sich aus der Mischung der Möbel und der imposant großen Räume ergibt, passt gut zu dem Berliner Design-Startup. „Das Büro ist für uns ein Teil der Marke. Jeder Mitarbeiter soll spüren, dass er in einem Design-Unternehmen arbeitet“, erklärt Lea. Deswegen haben die Gründer lange nach der richtigen Location gesucht.

Bisher hatten die Mitarbeiter Aufsteller, um ihre Tische zu Stehtischen umzufunktionieren, und informelle Meetings fanden oft in der Küche oder in der Sitzecke für Gäste statt. Das wurde in den erweiterten Räumen aufgegriffen. Einige Kollegen kamen aktiv auf die Gründer zu, um Feedback zu geben. „Das war für uns sehr wichtig“, sagt Lea. „Man verbringt viel Zeit im Büro – wir Gründer ja allen voran. Da sollen sich alle wohlfühlen.“

Zuerst erschienen in Berlin Valley 19/2016

Alle Ausgaben zum kostenlosen Download.

Gratis – Download

Gratis – Download

Gratis – Download

JUNIQE

NAME: Juniqe
GRÜNDUNG: Januar 2014
GRÜNDER: Lea Lange, Marc Pohl, Sebastian Hasebrink
MITARBEITER: 100
STANDORT: Berlin
SERVICE: Bezahlbare Kunst aus dem Onlineshop

Hinterlasse einen Kommentar

1 Kommentar auf "Juniqe: Schlicht schick"

Benachrichtige mich zu:
avatar
Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung
trackback

[…] Weiße Tischplatten auf Holzböcken und schwarze Drehstühle: Beim Berliner E-Commerce-Startup Juniqe ist das Bürokonzept Teil der Marke Der Beitrag Juniqe: Schlicht schick erschien zuerst auf BerlinValley. Jetzt lesen […]

wpDiscuz