Das Team von Coffee Circle liebt sein Produkt, und das sieht man auch dem Büro in der Lindower Straße 18 an: Espressokocher und Kaffeefilter in verschiedensten Variationen stehen in der Küchenzeile zum täglichen Einsatzbereit. Im zweiten Hinterhof eines alten Fabrikgebäudes stehen dem Kaffee-Startup samt Lager 1000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung – viel Raum zum Wachsen, genau das, was an dem alten Standort in der Schlesischen Straße fehlte. Anfang 2010 gründeten Robert Rudnick und Martin Elwert das Unternehmen gemeinsam mit Moritz Waldstein-Wartenberg, wenige Monate später starteten sie ihren Onlineshop. Inzwischen verlassen monatlich zwischen sechs und sieben Tonnen Kaffee aus nachhaltigem Anbau das Lager im Wedding.

Soziales Engagement

Die Idee zu Coffee Circle kam den drei Gründern bei einer gemeinsamen Auszeit von ihrem Job in einer Münchner Unternehmensberatung. Dazu verwendet Rudnick einen einfachen Papierfilter, den er vorab mit heißem Wasser durchspült, Sechs Wochen lang halfen sie in Äthiopien bei einem gemeinnützigen Projekt mit, das Frauen in Arbeit bringt. „Dort sind wir dann mit Kaffe ein Berührung gekommen“, erinnert sich Rudnick. Das soziale Engagement ist geblieben und Teildes Geschäftsmodells geworden: Ein Euro pro Kilogramm verkauftem Kaffee fließt an Projekte vor Ort, die mit den Anwohnern abgestimmt werden. Anfangs waren das vor allem Brunnen. Mit dem Umsatz sind auch die Projekte gewachsen. Gemeinsam mit der Welthungerhilfe arbeitet das Team von Coffee Circle derzeit daran, 46.000 Menschen mit sauberem Wasser zu versorgen. Auch eine Schule habe das Berliner Startup in Äthiopien bereits aufbauen können, berichtet Rudnick, während er seinen Besuchern eine Tasse seines Lieblingskaffees Duromina zubereitet, um letzte Papierpartikel zu entfernen. „Beim Kaffee ist teures Equipment weniger wichtig als man denkt“, erklärt der Experte. Nur frisch gemahlen sollte der Kaffee sein, da die ätherischen Öle der Bohnen 30 Prozent des Geschmacks ausmachten und mit der Zeit an Aroma verlören. Für die richtige Röstung der Bohnen ist Mitarbeiter Hannes Fendrich zuständig. Schon als Student hat er sich seinen Kaffee zu Hause selbst geröstet. Für Coffee Circle röstet er den Kaffee derzeit noch beim Berliner Kaffeekollegen Five Elephant. Dochnicht mehr lange: Bald soll in die Lindower Straße auch eine eigene Rösterei einziehen und den Hofmit Kaffeeduft erfüllen.

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