Die Berliner Startup-Szene muss Chefsache sein.

Der dienstälteste Regierungschef eines deutschen Bundeslandes tritt ab. Die Stadt braucht Veränderung. Muss sich neu definieren, braucht ein Update. Wenn nicht gar ein neues Betriebssystem. Das von Wowereit geprägte Credo „arm, aber sexy“ scheint überholt, denn Berlin befindet sich auf Wachstumskurs und ist im Begriff, die Vorzeigemetropole der deutschen Wirtschaft zu werden. Ein Hauch von Wirtschaftswunder weht durch die Stadt. Zumindest hat es den Anschein.. Doch damit dieser Wirklichkeit wird, muss Berlin vernünftig gemanagt werden. Und insbesondere die Digitalwirtschaft – und nur hier liegt das Wachstumspotenzial der Stadt – braucht einen politischen Leitwolf.

Der zukünftige Bürgermeister Berlins muss das Potenzial der Berliner Startup-Szene erkennen. Startups können (dringend benötigte) Millionen und aber Millionen Euro an Investorengelder in die sanierungsbedüftige Stadt ziehen. Sie können hunderttausende Arbeitsplätzen schaffen (bereits 2011 waren es 62.200 Arbeitsplätze in der Digitalwirtschaft, die insg. 8,9 Mrd. Euro umgesetzt hat). Doch damit dies geschieht, braucht die Berliner Gründerszene einen Frontmann, einen Manager, einen Weichensteller. Einen Macher, der nicht nur weiß, wie man einen Flughafen baut, sondern der die Berliner Startup-Szene international etablieren will. Die Berliner Startup-Szene muss ab sofort Chefsache sein (cc Sigmar Gabriel).

Berliner Startup-Szene – eine einmalige Chance

Studien belegen, dass ein Haushalt im Silicon Valley mit durchschnittlich 94.572 Dollar fast doppelt so viel verdient wie in den Rest der USA. Das scheint nicht das schlechteste Zukunftsszenario für eine Stadt, die sich bislang noch an den Länderfinanzausgleich klammert.

Gepaart mit Lebenshaltungskosten und einem großartigen Kultur/Freizeitangebot hat Berlin Magnetwirkung auf die Avantgarde nationaler und internationaler Startup-Talente. Und nicht nur die Börsengänge von Rocket Internet und Zalando sind Beleg für die Liga, in der erfolgreichen Startups (und somit Berlin) spielen können. Immer mehr internationale Investoren interessieren sich für Berlin (deutsche Investoren spielen ja in der digitalen Zukunft keine ernstzunehmende Rolle – 51 Prozent des in Berlin investierten Geldes kommt aus dem Ausland, vorwiegend aus dem Silicon Valley, London und Moskau.) und investieren hier.

Um daher ein simples Bild aus dem Fußball zu bemühen: Die Berliner Digitalwirtschaft ist ein Elfmeter ohne Torwart. Nie zuvor waren die Chancen für ein Stadtoberhaupt größer, sich als Zukunftsmanager zu profilieren. Doch zeitgleich war nie zuvor die Gefahr größer, an dieser Chance zu scheitern. Wer das leere Tor nicht treffen kann, sollte daher gar nicht erst antreten.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

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